Die automatische Aktualisierung läuft jetzt flächendeckend an. Microsoft nutzt dabei eine maschinelles Lernen-basierte intelligente Verteilung (intelligent rollout), um die Aktualisierung stufenweise auszurollen. Betroffene Nutzer können zwar selbst entscheiden, wann sie ihren Computer neu starten, aber das Update kommt quasi unaufhaltsam auf sie zu – es sei denn, sie greifen selbst ein.
Für Nutzer, die nicht warten möchten, besteht die Möglichkeit, unter Einstellungen > Windows Update manuell nach dem Update zu suchen und es sofort zu installieren. Alternativ können Nutzer Updates temporär pausieren, müssen die Installation aber nach Ablauf der Pausierungszeit durchführen. Microsoft bietet auch Dokumentation und Schritt-für-Schritt-Anleitungen für mögliche Probleme bei der Aktualisierung an.
Was viele Nutzer nicht wissen dürften: Mit dem Auslaufen des Supports für Version 24H2 endet auch der Zugang zu monatlichen Sicherheitsupdates, Zeitzone-Aktualisierungen, bekannten Fehlerbehebungen und technischem Support. Ein beträchtliches Sicherheitsrisiko für alle, die nicht reagieren.
Diese Strategie unterstreicht Microsofts Bemühungen, seine Nutzerbase auf einem aktuellen Stand zu halten. Allerdings stoßen solche Zwangs-Updates bei vielen Nutzern und Unternehmen auf Widerstand – besonders wenn sie mit erheblichen Systemänderungen einhergehen. Die bisherigen Updates haben bereits einige Probleme verursacht: Bekannt ist etwa ein Fehler, der Microsoft-Konto-Anmeldungen in Teams und OneDrive blockierte, was Microsoft mit dem Notfall-Update KB5085516 behoben hat.
In der Vergangenheit hat Microsoft mit seinen Update-Maßnahmen auch Probleme mit BitLocker, Boot-Prozessen und Aktivierungsfragen geschaffen – allesamt durch verschiedene KB-Updates adressiert. Für deutsche Privatnutzer und kleine Unternehmen empfiehlt sich eine Sicherungsstrategie und möglicherweise ein Testupdates auf einem separaten Gerät, bevor die unternehmenskritischen Systeme aktualisiert werden.
