Nach Angaben von Microsoft hatten betroffene Tenants gemeldet, dass die ursprünglich über die Statusmeldung EX1256020 kommunizierte Störung weiterhin bestehe. Um die Auswirkungen abzumildern, will das Unternehmen den Dienst Notification Broker auf den betroffenen Teilen der Exchange-Online-Infrastruktur neu starten und parallel die Analyse der zugrunde liegenden Ursache fortführen.
Die Beeinträchtigungen treten den Angaben zufolge zeitweise auf und betreffen Nutzer, die über die Outlook-Mobile-Apps oder den neuen Outlook-Desktop-Client für Mac auf ihre Postfächer zugreifen. Microsoft weist darauf hin, dass der entsprechende Abschnitt der Meldung im Zuge der laufenden Untersuchung aktualisiert werden könne.
In einem aktualisierten Hinweis vom Donnerstagabend teilte das Exchange-Online-Team mit, man untersuche die Ursache weiterhin und arbeite an zusätzlichen Maßnahmen, um eine Wiederholung des Problems zu verhindern.
Zur Einordnung: Microsoft hat den Vorfall als „Incident" gekennzeichnet. Diese Kategorie kommt typischerweise bei kritischen Dienststörungen mit deutlich wahrnehmbaren Auswirkungen für Nutzer zum Einsatz. Angaben dazu, welche Regionen oder wie viele Anwender im Zeitraum von rund drei Wochen betroffen waren, machte das Unternehmen nicht.
Exchange Online hatte zuletzt mehrfach mit Störungen zu kämpfen. In diesem Monat behob Microsoft einen Ausfall, der den Zugriff auf Postfächer und Kalender über Outlook im Web, den Outlook-Desktop-Client, Exchange ActiveSync und weitere Verbindungsprotokolle verhinderte. Am selben Tag wurde ein separates Problem mit Anmeldungen bei Office.com und Microsoft 365 Copilot behoben, das die Copilot-Desktop-App, Copilot in Microsoft Teams und Copilot in den Office-Anwendungen betraf.
Bereits zuvor hatte es vergleichbare Vorfälle gegeben: Im Januar wurde eine Störung beseitigt, die E-Mails über das Protokoll IMAP4 zeitweise blockierte, im November eine ähnliche, die den Zugriff auf Exchange Online über den klassischen Outlook-Desktop-Client verhinderte.
