Axfone ist nicht in der Robocall Mitigation Database (RMD) der FCC verzeichnet. Diese Datenbank soll nach Angaben der Behörde verhindern, dass Anbieter mit erhöhtem Risiko illegale Robocalls versenden. Voxbeam und andere Sprachdienstleister dürfen keinen Anrufverkehr von Anbietern annehmen, die dort nicht gelistet sind.
„Voxbeam ist verpflichtet, Verkehr von Anbietern zu blockieren, die nicht in der RMD geführt werden, und alle zumutbaren Maßnahmen zu ergreifen, um Verbraucher vor wahrscheinlichen betrügerischen Robocalls zu schützen — in diesem Fall vor Zehntausenden ausländischen Anrufen aus Konten, die seit Jahren keinen einzigen Anruf erzeugt haben", heißt es in der Mitteilung der Behörde.
Axfone war demnach zu keinem Zeitpunkt in der RMD eingetragen und nutzte ein Voxbeam-Konto, über das seit 2018 kein Anrufverkehr mehr gelaufen war. Die Zehntausenden Anrufe, die Voxbeam für Axfone übermittelte, fielen laut FCC in den Zeitraum vom 31. März bis 3. April 2025.
Viele dieser Anrufe täuschten die Rufnummern von Betrugsabwehr- und Kundendienst-Hotlines vor, darunter die von Bank of America, Chase Bank und weiteren Finanzinstituten. Die FCC leitete ihre Untersuchung ein, nachdem sich eine Bank, deren Kunden die Betrugsanrufe erhalten hatten, bei der Behörde beschwert hatte.
Nach Darstellung der FCC ist die Strafe noch nicht rechtskräftig, da Voxbeam vor einer endgültigen Entscheidung Gelegenheit zur Stellungnahme erhält. Das Unternehmen reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage um Stellungnahme.
