Microsofts Classic Outlook war in den letzten Wochen Schauplatz eines hartnäckigen Bugs, der den E-Mail-Versand beeinträchtigte. Das Problem trat vor allem bei Nutzern auf, deren Outlook.com-Konto mit einem anderen Exchange-Account verbunden war. Diese Konstellation führte zu wiederkehrenden Zustellungsfehlern.
Die betroffenen Nutzer bekamen Non-Delivery Reports (NDRs) mit dem Fehlercode 0x80070005-0x0004dc-0x000524 angezeigt. Die dazugehörige Warnung lautete: “Diese Nachricht konnte nicht versendet werden. Versuchen Sie, die Nachricht später erneut zu versenden, oder wenden Sie sich an Ihren Netzwerkadministrator.” Besonders problematisch war, dass der Fehler auch auftreten konnte, wenn das Senderkonto einen Exchange Online Mail Contact mit der gleichen SMTP-Adresse besaß.
Microsoft räumte das Problem vor gut einer Woche ein und kündigte eine Lösung an. Am Freitag, dem 3. April 2026, meldete das Outlook Team schließlich den Erfolg: Eine serverseitige Änderung sei nun in Produktion gegangen und habe das Problem behoben. Diese Art der Behebung ist typisch für cloudbasierte Dienste – Nutzer müssen keine Updates manuell installieren, sondern profitieren unmittelbar von den Verbesserungen auf Seiten Microsofts.
Für Nutzer, die noch immer von dem Bug betroffen sein sollten, hat Microsoft Workarounds parat. Zum einen können sie auf den neuen Outlook-Client oder die webbasierte Outlook.com-Version ausweichen. Zum anderen besteht die Möglichkeit, das Outlook Address Book für die betroffenen Accounts herunterzuladen – eine etwas aufwendigere, aber funktionierende Übergangslösung.
Das aktuelle Incident ist jedoch nur ein Teil eines größeren Problems. Im März hatte Microsoft bereits einen Bug behoben, der Classic Outlook zum Absturz brachte, wenn Nutzer das Microsoft Teams Meeting Add-in aktivierten. Aktuell untersucht das Unternehmen mehrere weitere Fehler: einen Bug, der “Cannot connect to the server”-Fehlermeldungen beim Erstellen von Gruppen auslöst, sowie ein Problem mit dem verschwindenden Mauszeiger in Classic Outlook, OneNote und anderen Microsoft 365-Apps. Hinzu kommen Exchange Online-Probleme, die Outlook-Nutzer auf mobilen Geräten und dem Mac zeitweise von ihren E-Mails abschnitten.
Für deutsche Unternehmen und Privatnutzer, die auf Microsoft-Produkte angewiesen sind, unterstreichen diese gehäuften Probleme die Notwendigkeit von Redundanzen und alternativen Kommunikationskanälen.
