Bei einer Telefonkonferenz mit Journalisten betonte Taushiana Bright, Sektionsleiterin in der Cyber Division des FBI, die anhaltende Bedrohung durch Ransomware. Die Behörde ermittle derzeit zu mehr als 200 Ransomware-Varianten, Akteuren und Unterstützern.

Im vergangenen Jahr wurden laut Bright 63 neue Ransomware-Varianten erfasst. Sie führten zu 3.611 Beschwerden, die mit Schäden von mehr als 32 Millionen Dollar verbunden waren. Das ist ein Anstieg gegenüber 2024, als 3.156 Beschwerden mit etwas über 12 Millionen Dollar an Ransomware-Schäden gemeldet wurden. Die beim IC3 eingereichten Beschwerden bilden dabei nur einen kleinen Ausschnitt des gesamten Ransomware-Geschehens ab.

„Cyberkriminelle haben wahllos Krankenhäuser, Rettungskräfte, Schulen und ganze Stadtverwaltungen angegriffen. Mir fällt nichts ein, was für sie tabu wäre", sagte Bright. Nach ihren Angaben waren im vergangenen Jahr 14 der 16 als kritisch eingestuften Infrastruktursektoren der USA Opfer von Ransomware-Angriffen.

Der Jahresbericht weist zudem rund 22.000 Beschwerden aus, bei denen künstliche Intelligenz eine Rolle spielte; die gemeldeten Schäden belaufen sich hier auf etwa 893 Millionen Dollar.

Besonders betroffen waren ältere Menschen: Personen ab 60 Jahren reichten 2025 insgesamt 201.266 Beschwerden ein, die mit rund 7,7 Milliarden Dollar an gemeldeten Schäden verknüpft waren. Die meisten Beschwerden kamen erneut aus Kalifornien, Texas und Florida, wobei Texas mit 97.912 Meldungen heraussticht.