Automatisierte Penetrationstests gelten oft als Universallösung für Netzwerksicherheit. Doch die Realität ist differenzierter: Tools stoßen schnell an strukturelle Grenzen und hinterlassen sicherheitsrelevante Blindspots. Ein Webinar der Sicherheitsexperten zeigt nun, wie Unternehmen diese Lücken erkennen und schließen können.
Das zentrale Problem liegt in der isolierten Betrachtung von Sicherheitswerkzeugen. Viele IT-Abteilungen evaluieren Tools auf technischer Ebene, ohne dabei das gesamte Sicherheitsprogramm im Blick zu haben. Dies führt zu einer falschen Sicherheit: Ein Tool mag anfangs vielversprechend sein, doch nach der initialen Proof-of-Concept-Phase zeigt sich, dass wesentliche Netzwerkbereiche ungeprüft bleiben.
Die Lösung heißt programmweite Validierungsdisziplin. Statt isolierter Tool-Evaluationen braucht es einen übergreifenden Ansatz, der alle Schichten der IT-Infrastruktur berücksichtigt. Dies umfasst nicht nur technische Aspekte, sondern auch organisatorische und prozessuale Faktoren.
Die Expert:innen beleuchten zudem aktuelle Bedrohungsszenarien. Ein wichtiges Thema: SIM-Swap-Attacken, die Misstrauen in Telefonnummern und menschliche Prozesse ausnutzen, um Authentifizierungskontrollen zu umgehen und hochwertige Accounts zu übernehmen. Solche Attacken zeigen, dass Sicherheit nicht nur ein technisches Problem ist – sondern auch eine Führungsaufgabe.
Weitere Diskussionspunkte sind agentic AI-Plattformen, die sich von passiven Empfehlungstools zu autonomen Akteuren mit echtem Systemzugriff entwickeln. Dies eröffnet neue Sicherheitsherausforderungen und erfordert kontinuierliche Telemetrie sowie kontextuelle Priorisierung.
Das Webinar am 7. April 2026 um 13 Uhr ET richtet sich an Sicherheitsverantwortliche, die ihr Vulnerability Management modernisieren möchten. Teilnehmer:innen erfahren, wie sie von oberflächlichen Bewertungen zu echtem Sicherheitsverständnis gelangen – und damit ihre Organisationen nachhaltiger schützen können.
