Laut Microsoft ergab eine Untersuchung, dass das Problem zeitlich mit einem serverseitigen Bing-Update zusammenfiel, das die Suchleistung verbessern sollte. „Um das Problem zu entschärfen, wurde das serverseitige Bing-Update zurückgenommen, und die Meldungen über fehlgeschlagene Suchvorgänge gehen stetig zurück", erklärte das Unternehmen.

Die Behebung erfolge automatisch, während die serverseitige Korrektur schrittweise an die betroffenen Geräte verteilt werde. Damit ein Gerät die Korrektur erhält, müsse es mit dem Internet verbunden sein und die Websuche darf nicht über eine Gruppenrichtlinie deaktiviert sein.

Es ist nicht das erste Startmenü-Problem, das Windows-Nutzer in den vergangenen Jahren getroffen hat. Im November stellte Microsoft eine vorübergehende Behelfslösung für einen anderen Fehler bereit, der das Startmenü, den Datei-Explorer und weitere zentrale Systemkomponenten abstürzen ließ. Betroffen waren Systeme, die mit kumulativen Updates seit Juli 2025 eingerichtet wurden, weil XAML-Pakete nach der Installation nicht rechtzeitig registriert wurden.

Auf den betroffenen Systemen äußerte sich das in einer ganzen Reihe von Störungen: Abstürze des Startmenüs samt kritischer Fehlermeldungen, fehlende Taskleisten trotz laufendem Explorer, Abstürze des zentralen Systemprozesses ShellHost (Shell Infrastructure Host beziehungsweise Windows Shell Experience Host) sowie eine Einstellungs-App, die sich kommentarlos nicht öffnen ließ.

An einer dauerhaften Lösung arbeitet Microsoft nach eigenen Angaben noch, einen Zeitplan dafür nannte das Unternehmen jedoch nicht. Bis dahin müssen betroffene Kunden die fehlenden XAML-Pakete manuell registrieren.

Im Mai behob Microsoft zudem stillschweigend einen Fehler, der die Sprunglisten im Startmenü für alle Apps auf Systemen mit Windows 10 22H2 unbrauchbar gemacht hatte. Bereits im Juni 2023 hatte das Unternehmen einen Fehler beseitigt, durch den die Windows-Suche und das Startmenü nicht mehr reagierten.