Bitcoin Depot registrierte den Eindringen in seine IT-Systeme am 23. März dieses Jahres. Das Unternehmen, das an der NASDAQ unter dem Ticker BTM notiert ist, beschrieb in seinen offiziellen Unterlagen den Vorfall als einen gerichteten Angriff auf die Authentifizierungssysteme seiner digitalen Vermögensverwaltung.
Der Angreifer erlangte Zugriff auf Credentials – also Benutzernamen und Passwörter – für die Settlement-Konten von Bitcoin Depot. Mit diesen Daten konnte der Eindringling insgesamt 50,903 Bitcoin transferieren. Zum Zeitpunkt des Diebstahls entsprach dies einem Wert von etwa 3,6 Millionen Dollar. Bitcoin Depot versichert jedoch, dass die Sicherheitsverletzung sich ausschließlich auf die eigene Unternehmensinfrastruktur beschränkte und weder Kundenplattformen noch Kundendaten beeinträchtigt wurden.
Das Unternehmen geht davon aus, dass der Vorfall keinen unmittelbar messbaren operationalen Einfluss auf den Geschäftsbetrieb hat. Allerdings wird Bitcoin Depot mit Kosten für die Vorfallbearbeitung, mögliche juristische Verfahren, regulatorische Anforderungen und mögliche Reputationsschäden konfrontiert. Das Unternehmen beziffert den vorläufigen Schaden auf etwa 3,665 Millionen Dollar – den fairen Marktwert der gestohlenen Bitcoin zum Zeitpunkt des Angriffs.
Zwar verfügt Bitcoin Depot über eine Versicherungspolice, die Cyber-Sicherheitsvorfälle abdecken kann, es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Versicherung den vollständigen Schaden ersetzen wird.
Für Bitcoin Depot ist dies nicht der erste Sicherheitsvorfall dieser Größenordnung. Im Juli 2025 benachrichtigte das Unternehmen über 26.000 Personen über eine Datenpanne, die sich bereits ein Jahr zuvor ereignet hatte. Unbefugte gelangten in den Besitz persönlicher Daten wie Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten, Wohnadressen und Führerscheinnummern. Bitcoin Depot erklärte, dass die Offenlegung um ein Jahr verzögert worden sei, um eine behördliche Ermittlung nicht zu gefährden.
Der aktuelle Hack bei Bitcoin Depot reiht sich in eine Serie von Angriffen auf Kryptoplattformen ein. Gerade erst wurde bekannt, dass Bedrohungsakteure, die Verbindungen nach Nordkorea aufweisen, 285 Millionen Dollar von der DeFi-Plattform Drift gestohlen haben. Diese Anschlagsserie zeigt: Die Sicherheit digitaler Vermögenswerte bleibt eine zentrale Herausforderung, selbst für etablierte Marktteilnehmer.
