Booking.com fungiert als Vermittler zwischen Reisenden und Anbietern im Gastgewerbe. Die Plattform ermöglicht das Buchen von Unterkünften, Flügen, Mietwagen, Flughafentaxis und Reiseerlebnissen und gehört zu den größten Diensten ihrer Art.

In den verschickten Benachrichtigungen wies das Unternehmen darauf hin, dass es Nutzer niemals nach sensiblen Informationen oder Banküberweisungen fragen werde. „Bei Booking.com setzen wir uns für die Sicherheit und den Datenschutz unserer Gäste ein. In diesem Sinne möchten wir Sie darüber informieren, dass unbefugte Dritte möglicherweise auf bestimmte Buchungsinformationen zu Ihrer Reservierung zugreifen konnten“, heißt es in der Mitteilung. Zur Vorsicht riet der Dienst auch bei E-Mails, die scheinbar von der gebuchten Unterkunft oder von Booking.com selbst stammen, und empfahl, auf keine Links in solchen Nachrichten zu klicken.

Für Verwirrung sorgte, dass Nutzer, die diese E-Mails erhielten, keine entsprechenden Hinweise in der Booking.com-App angezeigt bekamen – was Zweifel an der Echtheit der Nachrichten aufkommen ließ.

Auf Nachfrage bestätigte Sage Hunter, Kommunikationsverantwortliche bei Booking.com, den Vorfall: „Bei Booking.com setzen wir uns für die Sicherheit und den Datenschutz unserer Gäste ein. Wir haben kürzlich verdächtige Aktivitäten festgestellt, bei denen unbefugte Dritte auf einige Buchungsinformationen unserer Gäste zugreifen konnten. Nachdem wir die Aktivität entdeckt hatten, haben wir Maßnahmen ergriffen, um das Problem einzudämmen. Wir haben die PIN-Nummer für diese Reservierungen aktualisiert und unsere Gäste informiert.“

Fragen zur Zahl der Betroffenen ließ das Unternehmen unbeantwortet, versicherte aber, dass alle Betroffenen einzeln benachrichtigt würden. Zudem verwies Booking.com darauf, dass rund um die Uhr ein mehrsprachiger Kundensupport zur Verfügung stehe.

Einige Nutzer berichteten übers Wochenende auf Reddit, dass sie von Betrügern kontaktiert wurden, die offenbar über private Reservierungsdaten verfügten. Ob diese Meldungen mit dem nun offengelegten Sicherheitsvorfall zusammenhängen, ist unklar.