Eine zunächst begrenzte Vorschauversion von Vellox Reverser, die 2025 vorgestellt wurde, führte nach Angaben von Booz Allen zu Verbesserungen und neuen Funktionen. Dazu zählt der Abgleich von Binär- und Funktionsähnlichkeiten: Neu analysierte Proben werden mit einer Datenbank bereits untersuchter Schadsoftware verglichen. Das soll die Untersuchungszeit deutlich verkürzen und Verbindungen zu umfassenderen gegnerischen Cyberkampagnen aufdecken.

Nach Darstellung des Herstellers können Teams dadurch belastbarere und besser skalierbare Strategien für Erkennung und Bedrohungssuche aufbauen, weil sichtbar wird, wie sich Angriffsverhalten im Lauf der Zeit verändert. Historische Erkenntnisse ließen sich so in eine vorausschauende Abwehr überführen.

In einer jüngsten Auswertung einer einzelnen, hochentwickelten Malware-Probe schloss Vellox Reverser die Analyse laut Booz Allen innerhalb von Minuten ab. Dabei wurden mehr als 120 Funktionen bewertet und 39 davon als bösartig eingestuft. Anschließend erzeugte das Produkt einen umfassenden Bericht mit Kompromittierungsindikatoren, die dem MITRE-ATT&CK-Framework zugeordnet wurden, sowie einsatzfähige Abwehrmaßnahmen für eine schnelle Reaktion.

Technisch baut Booz Allen Vellox Reverser auf AWS Lambda und Amazon Bedrock auf, um Schadsoftware einzulesen und Aufgaben zur Analyse auf bösartiges Verhalten zu verteilen. Die Orchestrierung der Agenten und weiterer AWS-Ressourcen übernimmt AWS Step Functions. Diese serverlose Steuerung ermöglicht laut Hersteller einen Entscheidungsbaum, der den jeweils nächsten Schritt zur Beseitigung einer Bedrohung bestimmt.

Vellox Reverser ist ab sofort verfügbar; Booz Allen bietet eine Demo sowie eine 30-tägige Testphase an. Das Unternehmen mit globalem Hauptsitz in McLean, Virginia, beschäftigte zum 31. Dezember 2025 rund 31.600 Mitarbeiter weltweit und erzielte für die zwölf Monate bis zum 31. März 2025 einen Umsatz von 12,0 Milliarden US-Dollar.