Bereits in diesem Jahr ging die Regulierungsbehörde gegen Dienste wie Telegram und WhatsApp vor — mit dem Argument, die Plattformen hätten gegen lokale Gesetze verstoßen. In dieselbe Reihe ordnet RKS Global nun auch die Sperrung von Bluesky ein.

„Die aufeinanderfolgende Sperrung von Discord, Signal, Viber, WhatsApp und nun Telegram hat Nutzer zu noch erreichbaren Alternativdiensten gedrängt — darunter Bluesky —, und Roskomnadzor scheint dies bemerkt zu haben“, sagte Kozlyuk gegenüber Recorded Future News.

Wie andere ausländische Plattformen bleibt Bluesky in Russland über virtuelle private Netzwerke (VPN) erreichbar, deren Nutzung der Kreml zunehmend einzuschränken versucht.

Das dezentrale soziale Netzwerk ist seit 2024 rasch gewachsen, nachdem im Zuge der Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump zahlreiche Nutzer X den Rücken kehrten. Bluesky zählt rund 43,7 Millionen Nutzer — deutlich weniger als das von Elon Musk kontrollierte X oder Metas Threads, die jeweils auf mehrere Hundert Millionen monatlich aktive Nutzer kommen.

Die Sperrung fällt mit anhaltenden, zeitweisen Abschaltungen des mobilen Internets in Teilen des Landes zusammen, die die Behörden mit Sicherheitsbedenken begründen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete die anhaltenden Internetstörungen als vorübergehende Maßnahme, die mit Sicherheitserwägungen zusammenhänge.

„Es ist klar, dass die Internetbeschränkungen für viele Bürger Unannehmlichkeiten verursachen, aber so ist es nun einmal“, sagte Peskow am Dienstag vor Reportern.