Das ungewollte Verhalten war Microsoft zufolge erstmals im September 2024 eingeräumt worden, nachdem sich Windows-Administratoren in großer Zahl über Server beschwert hatten, die über Nacht automatisch auf Windows Server 2025 aktualisiert worden waren – teils ohne passende Lizenz. Nach Darstellung von Microsoft wurde Organisationen, die ein In-Place-Upgrade durchführen wollten, das Upgrade auf Windows Server 2025 über ein Banner auf der Seite der Windows-Update-Einstellungen angeboten.
Microsoft machte für das Problem Update-Verwaltungssoftware von Drittanbietern verantwortlich, die nicht korrekt konfiguriert gewesen sei. Die Softwarehersteller widersprachen: Die Upgrade-Probleme seien auf einen „Verfahrensfehler aufseiten von Microsoft“ zurückzuführen, sowohl bei der Geschwindigkeit der Auslieferung als auch bei der Klassifizierung. Auf eine Anfrage von BleepingComputer nach Einzelheiten zur Ursache der automatischen Upgrades reagierte Microsoft seinerzeit nicht unmittelbar.
In dieser Woche teilte Microsoft nach über einem Jahr mit, das bekannte Problem schließlich behoben zu haben; Kunden könnten nun wieder über die Einstellungen-App nach Upgrades suchen. „Dieses Problem ist behoben, und Microsoft hat das Upgrade-Angebot über die Einstellungsseite von Windows Update wieder aktiviert“, erklärte das Unternehmen in einem Statusbericht zur Windows-Releasegesundheit. Für weitere Hinweise zum Funktionsupdate aus dem Einstellungsdialog von Windows Server verwies Microsoft auf seine Dokumentation zum In-Place-Upgrade von Windows Server bei Microsoft Learn.
Das Unternehmen hatte zuletzt mehrere außerplanmäßige Updates ausgeliefert. Im vergangenen Monat erschien ein Out-of-Band-Update, um das wegen Installationsproblemen zurückgezogene Vorschau-Update aus dem März 2026 (ohne Sicherheitsbezug) zu korrigieren. Weniger als eine Woche zuvor hatte Microsoft ein weiteres Notfall-Update veröffentlicht, das ein durch die März-Sicherheitsupdates ausgelöstes Problem behob: Die Anmeldung mit Microsoft-Konten war in mehreren Microsoft-Apps gestört, darunter Edge, Teams, OneDrive und Microsoft 365 Copilot.
Zwei weitere außerplanmäßige Updates aus dem vergangenen Monat betrafen einen Fehler bei der Sichtbarkeit von Bluetooth-Geräten sowie mehrere Sicherheitslücken im Verwaltungswerkzeug für den Routing- und RAS-Dienst (RRAS), die Geräte mit Windows 11 Enterprise betrafen.
