Mit der Vereinbarung endet ein Rechtsstreit, den Texas im Dezember angestrengt hatte. Generalstaatsanwalt Ken Paxton teilte mit, dass Samsung sich verpflichtet, ACR-Sehdaten von Verbrauchern in Texas nicht länger ohne deren vorherige Einwilligung zu erheben und zu verarbeiten.

Im Zentrum steht die automatische Inhaltserkennung: ACR-Technik protokolliert in Echtzeit, was Fernsehnutzer ansehen. Für die Hersteller ist das ein Geschäftsmodell, weil sich die so gewonnenen Informationen an Werbetreibende und andere Organisationen verkaufen lassen.

Paxton hatte nicht nur Samsung, sondern fünf große Smart-TV-Hersteller verklagt — neben Samsung auch Sony, LG, Hisense und TCL Technology. Der Vorwurf: Sie hätten ACR-Daten gesammelt, ohne die Verbraucher im Bundesstaat vollständig aufzuklären und ihre Zustimmung einzuholen.

Samsung ist laut Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft das erste der fünf Unternehmen, das auf die Klage mit konkreten Änderungen reagiert. Der Konzern will seine Fernseher „umgehend” anpassen und Hinweis- sowie Einwilligungsbildschirme einführen, die „klar und deutlich” gestaltet sind, damit die Menschen in Texas informiert entscheiden können, ob und wie ihre Daten genutzt werden.

Ein Sprecher von Samsung erklärte, das Unternehmen teile das Ziel des Generalstaatsanwalts, transparente und verbraucherfreundliche Datenschutzpraktiken zu fördern. Zugleich hielt Samsung daran fest, dass die ursprüngliche Datenschutzrichtlinie und die Hinweise zu seinen Fernsehern den bestehenden Vorschriften des Bundesstaats Texas entsprochen hätten. Als vertrauenswürdige Marke sehe sich Samsung an vorderster Front beim Schutz der Privatsphäre und Sicherheit der Verbraucher.

In der Stellungnahme betonte das Unternehmen zudem, dass Samsung-Fernseher „ihre Kunden nicht ausspionieren”. Nutzer könnten ihre Privatsphäre selbst steuern und ihre Datenschutzeinstellungen jederzeit ändern.

Die Verfahren gegen die übrigen TV-Hersteller dauern an.