Am Freitagmorgen räumte Microsoft den Vorfall zunächst ein und führte die Startfehler auf eine vorübergehende Störung in der Dienstinfrastruktur zurück. Diese habe dazu geführt, dass einige ältere Builds des Teams-Desktop-Clients in einen „fehlerhaften Zustand" übergingen. Das Unternehmen erklärte, sein automatisiertes Wiederherstellungssystem habe die Auswirkungen erfolgreich behoben; man stehe mit den Ansprechpartnern der Kunden in Kontakt, um die vollständige Behebung für alle Nutzer zu bestätigen.

Rund drei Stunden später nahm Microsoft das fehlerhafte Service-Update zurück und benannte die Ursache präziser: Verantwortlich sei eine Regression im Caching-System der Teams-Client-Builds gewesen.

Betroffenen Nutzern rät Microsoft nun, ihren Teams-Client vollständig zu beenden und neu zu starten, damit sich die Korrektur auf den Systemen verbreitet. „Nachdem das Update, das die Regression verursacht hat, vollständig zurückgenommen wurde, ist ein Neustart erforderlich, bei dem die Nutzer Teams vollständig beenden und anschließend neu starten, damit sich unsere Lösung verbreitet", teilte das Unternehmen im Message Center mit. Man warte weiterhin auf Rückmeldungen aus dem Kreis der betroffenen Nutzer und überwache die Telemetriedaten des Dienstes, um die Behebung nach Abschluss der Rücknahme zu bestätigen.

Angaben zur Zahl der betroffenen Nutzer oder zu konkreten Regionen machte Microsoft nicht. Die Einstufung als Incident gilt jedoch üblicherweise für kritische Dienstprobleme mit deutlich spürbaren Auswirkungen.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie jüngerer Störungen ein. Im vergangenen Monat behob Microsoft ein bekanntes Problem, das Startfehler in älteren Builds des Classic-Outlook-Clients auslöste und das Programm für Nutzer unbrauchbar machte, die die neueste Version des Microsoft Teams Meeting Add-in aktiviert hatten. Eine Woche zuvor hatte der Konzern außerplanmäßige Updates veröffentlicht, um ein gravierendes Problem mit der Anmeldung über Microsoft-Konten in mehreren Anwendungen – darunter auch Teams-Clients – zu beheben. Am Wochenende folgten zudem Notfall-Updates für bekannte Probleme mit Windows Server, die Installationsfehler bei Sicherheitsupdates verursachten und Domänencontroller in eine Neustartschleife geraten ließen.