Den Kern des Problems belegt der State of BCDR Report 2025 von Datto: Mehr als 60 Prozent der Organisationen gingen davon aus, sich in weniger als einem Tag wiederherstellen zu können. Bei tatsächlichen Ausfällen schafften das jedoch nur 35 Prozent. Die verbreitete Annahme, Backup sei gleichbedeutend mit Schutz, hält der Praxis demnach nicht stand.

Der Unterschied zeigt sich am Beispiel eines Ransomware-Angriffs, der die Systeme eines Unternehmens verschlüsselt. Mit klassischem Backup folgt die Reaktion einem festen Ablauf: Vorfall identifizieren, betroffene Systeme bereinigen und Daten aus dem Backup zurückspielen. Je nach Größe der Umgebung kann das Stunden oder Tage dauern.

Mit einer BCDR-Lösung lassen sich Systeme dagegen innerhalb von Minuten aus aktuellen Backups hochfahren. Der Betrieb läuft in einer virtualisierten Umgebung weiter, während die Primärsysteme im Hintergrund wiederhergestellt werden. Darin liegt der Unterschied: Backup ist auf das Speichern und Abrufen von Daten ausgelegt, BCDR auf die Aufrechterhaltung des Betriebs.

Wie hoch die Kosten sind, verdeutlicht ein Rechenbeispiel: Bei einem Unternehmen mit 100 Mitarbeitern, einem durchschnittlichen Stundenumsatz von 1.500 US-Dollar und einem Backup-Datenbestand von 2 TB könne eine vollständige Wiederherstellung aus einem lokalen Backup mit herkömmlicher Software mehr als acht Stunden dauern. Die damit verbundene Ausfallzeit würde rund 34.000 US-Dollar Umsatzverlust bedeuten.

Neben direkten Verlusten nennt der Beitrag den Reputationsschaden. Fallen Systeme aus, leidet das Vertrauen der Kunden; Verzögerungen, fehlgeschlagene Transaktionen und blockierte Zugriffe können Kunden zur Konkurrenz treiben. Bei dienstleistungsorientierten Unternehmen könne schon eine einzelne Störung zu dauerhaftem Kundenverlust führen.

Als wirksamen Ansatz beschreibt Datto das hybride Cloud-Backup, das lokale und cloudbasierte Wiederherstellung kombiniert. Lokale Backups ermöglichen nahezu sofortige Wiederherstellung bei alltäglichen Problemen, während die Cloud-Replikation vor größeren Vorfällen wie Ransomware oder Infrastrukturausfällen schützt. Werden lokale Systeme durch Ransomware kompromittiert, bleiben saubere, isolierte Kopien in der Cloud verfügbar – die Wiederherstellung hängt damit nicht von einer Lösegeldzahlung ab.

Der Beitrag richtet sich auch an Managed Service Provider (MSP), für die BCDR ein wiederkehrendes Servicemodell stützt. Laut dem 2026 State of the MSP Report von Kaseya nennen 71 Prozent der MSPs die Gewinnung neuer Kunden als größte Herausforderung, weshalb der Ausbau von Leistungen bei bestehenden Kunden an Bedeutung gewinnt. Kunden verstünden den Begriff Datenverlust, hätten aber Mühe, Ausfallzeit und deren Folgen für Umsatz und Reputation zu erfassen – was häufig zu Unterinvestition führe.

Der Text empfiehlt MSPs, das Gespräch weg von Funktionen und hin zu Ergebnissen zu lenken und Fachbegriffe wie Recovery Time Objective (RTO) und Recovery Point Objective (RPO) nicht zu früh einzuführen. Ein Beispiel: Sichert ein Unternehmen seine Daten einmal täglich und tritt ein Vorfall kurz vor dem nächsten Backup ein, geht die gesamte jüngste Arbeit verloren. Der Beitrag stammt von Datto und ist als gesponserter Inhalt gekennzeichnet.