Bluesky, eine dezentrale Plattform für Microblogging, registrierte nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche Dienstausfälle infolge eines DDoS-Angriffs. Die Attacke begann demnach spät am 15. April nach pazifischer Zeit und setzte sich am Folgetag fort. Das Unternehmen sprach von einem ausgefeilten Angriff, der zu zeitweisen Störungen der App führte.
„Der Angriff wirkt sich auf unsere Anwendung aus; Nutzer erleben zeitweise Unterbrechungen bei Feeds, Benachrichtigungen, Threads und der Suche“, teilte Bluesky mit. Zugleich betonte die Plattform: „Wir haben keine Hinweise auf einen unbefugten Zugriff auf private Nutzerdaten gesehen.“
Wer für den Angriff verantwortlich ist, nannte Bluesky nicht. Eine Gruppe namens 313 Team reklamierte die Störung des sozialen Netzwerks für sich, doch ihre Behauptungen wurden nicht unabhängig überprüft.
Das 313 Team, auch bekannt als „Islamic Cyber Resistance in Iraq“, gibt sich als pro-iranische Hacktivisten-Gruppe aus. Die Akteure traten im Zuge des laufenden Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran in Erscheinung. Solche Gruppen sind zwar mitunter in der Lage, störende Angriffe auszuführen — häufig dienen sie jedoch als Tarnidentität für staatliche Stellen —, zugleich sind sie dafür bekannt, übertriebene oder falsche Behauptungen aufzustellen.
In ihrer Erklärung zu dem Angriff hatte das 313 Team angekündigt, die Attacke solle drei Stunden dauern. Den Statusmeldungen von Bluesky zufolge zog sich der DDoS-Angriff jedoch über rund 24 Stunden hin.
Bluesky erklärte, man habe den Angriff eindämmen und längere Dienstausfälle verhindern können, obwohl er weiter anhielt.
