Bei einem DDoS-Angriff werden Onlinedienste mit großen Mengen an Datenverkehr überflutet, sodass Websites oder Apps für legitime Nutzer langsam oder vollständig unerreichbar werden. Genau dieses Muster traf nach Darstellung von Bluesky mehrere Kernfunktionen der Plattform gleichzeitig.

Laut dem Internet-Überwachungsdienst Downdetector lagen am Montag keine Nutzermeldungen über Probleme mit Bluesky mehr vor. Das deckt sich mit der Mitteilung des Unternehmens, wonach die Anwendung seit dem 16. April stabil läuft, obwohl die Angriffe weiter andauern.

Eine offizielle Zuschreibung des Vorfalls zu einem konkreten Bedrohungsakteur nahm Bluesky nicht vor. Zu der Behauptung der Gruppe 313 Team, hinter dem Angriff zu stehen, äußerte sich das Unternehmen öffentlich nicht und reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage um Stellungnahme.

Sicherheitsforscher brachten das 313 Team bereits früher mit Vergeltungsoperationen in Verbindung, die sich an den Interessen iranisch unterstützter schiitischer Milizen orientieren. Die Gruppe soll vom Irak aus agieren und nimmt üblicherweise Organisationen oder Plattformen ins Visier, die mit Ländern in Verbindung gebracht werden, welche als Unterstützer der USA oder Israels gelten.

Bluesky ist seit 2024 stark gewachsen, nachdem Nutzer im Zuge der Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump von Elon Musks Plattform X abgewandert waren. Das Netzwerk zählt inzwischen rund 43,7 Millionen Nutzer, bleibt damit aber deutlich kleiner als X und das von Meta betriebene Threads, die jeweils auf Hunderte Millionen monatlich aktive Nutzer kommen.