Die 22 Schwachstellen verteilen sich auf Produkte beider Hersteller: Acht Lücken stecken in Lantronix-Geräten der Baureihen EDS3000PS und EDS5000, weitere 14 im Silex SD330-AC. Forescout ordnet sie verschiedenen übergeordneten Fehlerkategorien zu.

Werden die Schwachstellen erfolgreich ausgenutzt, können Angreifer die serielle Kommunikation mit Feldgeräten stören, sich seitlich im Netz weiterbewegen und Sensorwerte verfälschen oder das Verhalten von Aktoren verändern.

Forescout skizziert ein mögliches Angriffsszenario: Ein Angreifer verschafft sich zunächst über ein aus dem Internet erreichbares Randgerät – etwa einen Industrierouter oder eine Firewall – Zugang zu einer entfernten Anlage. Anschließend nutzt er die BRIDGE:BREAK-Schwachstellen, um den Seriell-zu-IP-Konverter zu kompromittieren und die seriellen Daten zu verändern, die zum oder vom IP-Netz übertragen werden.

Lantronix und Silex haben Sicherheitsupdates veröffentlicht, die die gemeldeten Probleme beheben. Neben dem Einspielen der Patches rät Forescout dazu, Standardzugangsdaten zu ersetzen, schwache Passwörter zu vermeiden und Netze zu segmentieren. So lässt sich verhindern, dass Angreifer überhaupt an verwundbare Konverter herankommen oder sie als Sprungbrett zu weiteren kritischen Systemen nutzen. Zudem sollten die Geräte nicht direkt aus dem Internet erreichbar sein.

„Diese Untersuchung verdeutlicht Schwächen in Seriell-zu-IP-Konvertern und die Risiken, die sie in kritischen Umgebungen mit sich bringen können“, erklärte Forescout. Da solche Geräte zunehmend eingesetzt würden, um ältere serielle Ausrüstung an IP-Netze anzubinden, sollten Hersteller und Anwender ihre sicherheitsrelevanten Auswirkungen als zentrale betriebliche Anforderung behandeln.