Der umfangreichste Vorfall betrifft die North Texas Behavioral Health Authority, eine Einrichtung, die Angebote im Bereich psychische Gesundheit und Suchterkrankungen bereitstellt. Nach eigenen Angaben entdeckte die Organisation im Oktober 2025 einen Einbruch in ihr Netzwerk und machte den Vorfall im März 2026 öffentlich. Eine Untersuchung ergab, dass Unbefugte möglicherweise auf Dateien mit persönlichen Informationen zugegriffen und diese abgezogen haben, darunter Sozialversicherungsnummern. Betroffen sind 285.000 Personen.

Den zweiten Vorfall meldete Southern Illinois Dermatology, ein Hautarztdienstleister mit Sitz in Salem, Illinois, mit 160.000 Betroffenen. Laut der Mitteilung des Anbieters wurde der Sicherheitsvorfall gegen Ende November 2025 bemerkt; eine Anfang März abgeschlossene Untersuchung ergab, dass Dateien mit persönlichen Daten kompromittiert wurden.

Die Ransomware-Gruppe Insomnia führte Southern Illinois Dermatology bereits im Februar auf ihrer Website auf und behauptete, die Daten von 150.000 Patienten gestohlen zu haben. Die Kriminellen haben die angeblich aus den Systemen des Anbieters entwendeten Daten veröffentlicht.

Der dritte größere Vorfall traf das Saint Anthony Hospital in Chicago, Illinois. Gegenüber dem HHS gab das Krankenhaus an, dass ein Sicherheitsvorfall im E-Mail-Bereich die Daten von 146.000 Personen offengelegt habe. Zwei E-Mail-Konten von Mitarbeitenden seien kompromittiert worden, wodurch persönliche und gesundheitsbezogene Informationen von Patienten preisgegeben wurden. Der Einbruch ereignete sich im Februar 2025.

Wenngleich offenbar kein Zusammenhang besteht, war das Saint Anthony Hospital zuvor bereits Ziel der Ransomware-Gruppe LockBit, die die Einrichtung im Januar 2024 auf ihrer Leak-Website aufgeführt hatte.