Nach Angaben von ANTS ist von Nutzern keine Handlung erforderlich. Dennoch rät die Behörde zu „äußerster Vorsicht“ bei verdächtigen oder ungewöhnlichen Nachrichten – per SMS, Telefonanruf oder E-Mail –, die scheinbar von ANTS stammen.

Zur Reaktion auf den Vorfall hat die Behörde die französische Datenschutzaufsicht CNIL und die Pariser Staatsanwaltschaft informiert sowie die nationale Cybersicherheitsbehörde ANSSI einbezogen. ANTS weist zudem darauf hin, dass der Verkauf oder die Verbreitung der Daten illegal ist.

Bereits einen Tag nach dem entdeckten Vorfall, am 16. April, bekannte sich in Hackerforen ein Angreifer unter dem Pseudonym „breach3d“ zu der Attacke auf ANTS. Er behauptet, bis zu 19 Millionen Datensätze zu besitzen.

Nach Darstellung des Angreifers umfassen die gestohlenen Daten vollständige Namen, Kontaktdaten, Geburtsdaten, Wohnadressen, Konto-Metadaten sowie Geschlecht und Personenstand. Die Daten wurden zu einem nicht genannten Preis zum Verkauf angeboten und sind daher bislang nicht in größerem Umfang offengelegt worden.

BleepingComputer hat ANTS um eine Stellungnahme zu den Behauptungen des Angreifers gebeten, bis zur Veröffentlichung jedoch keine Antwort erhalten.