Im Mittelpunkt des Angriffs stand Mastodon.social, der von der Organisation betriebene Hauptserver des dezentralen Netzwerks. Die Betreiber selbst stuften den daraus folgenden Ausfall als „schwerwiegende Störung" ein – innerhalb weniger Stunden gelang es ihnen jedoch, die Attacke einzudämmen.
Den zeitlichen Ablauf dokumentiert die Statusseite der Plattform: Der DDoS-Angriff setzte am 20. April gegen 13 Uhr ein. Rund drei Stunden später, gegen 16 Uhr, waren die Gegenmaßnahmen aktiv und der Dienst wieder zugänglich. Eine weitere Meldung vom 21. April um 11 Uhr bestätigte, dass der Angriff gestoppt und der Normalbetrieb wiederhergestellt war.
Der Vorfall reiht sich an einen ähnlichen Angriff auf Bluesky, der nur wenige Tage zuvor stattfand. Die Plattform beschrieb die Attacke als aufwendig und ausgeklügelt. Dazu bekannte sich eine Gruppe mit dem Namen 313 Team, die sich als pro-iranische Hacktivisten-Gruppe ausgibt. Ihre Verantwortung ließ sich bislang nicht überprüfen. Für den Angriff auf Mastodon übernahm dagegen, soweit bekannt, niemand öffentlich die Verantwortung.
Beide Plattformen hatten nach der Übernahme von X – vormals Twitter – durch Elon Musk an Popularität gewonnen. Sie positionieren sich als dezentrale Alternativen, die ihren Nutzern Zuflucht vor zentraler Steuerung, unberechenbaren Algorithmen und sprunghafter Moderation bieten wollen.
