Apple selbst nennt keinen konkreten Anlass für das außerplanmäßige Update. Zeitlich fällt es jedoch mit einem Bericht von 404 Media zusammen, der eine Datenpersistenz beschreibt, die zu Apples Fehlerbeschreibung passt. Demnach gelang es dem FBI, Kopien von Signal-Nachrichten vom iPhone eines Verdächtigen wiederherzustellen, obwohl diese in der App bereits gelöscht worden waren.

Laut Prozessnotizen, die von Unterstützern der Angeklagten veröffentlicht wurden, stammten die wiederhergestellten Daten nicht aus dem verschlüsselten Nachrichtenspeicher von Signal, sondern aus dem Benachrichtigungsspeicher des iPhones. In den Notizen heißt es, die Nachrichten seien über Apples internen Benachrichtigungsspeicher von Sharps Telefon wiederhergestellt worden: Signal sei entfernt gewesen, doch die eingegangenen Benachrichtigungen seien im internen Speicher erhalten geblieben.

404 Media berichtete zudem, dass die Benachrichtigungsdaten selbst nach der Deinstallation von Signal auf dem Gerät verblieben. Apples Sicherheitshinweis verweist nicht auf diesen Fall, doch die Beschreibung der auf dem Gerät verbleibenden Benachrichtigungen deckt sich eng mit der in dem Bericht geschilderten Datenpersistenz.

Wer verhindern will, dass Signal-Nachrichteninhalte überhaupt im iOS-Benachrichtigungsspeicher landen, kann dies in Signal unter Einstellungen > Benachrichtigungen > Benachrichtigungsinhalt einstellen, indem die Anzeige auf „Nur Name" oder „Kein Name oder Inhalt" gesetzt wird.

BleepingComputer hat Apple mit Fragen zu diesen Updates kontaktiert, bislang aber keine Antwort erhalten.