Rituals zufolge wurde der Vorfall der zuständigen Behörde gemeldet. Zudem habe das Unternehmen eine eingehende forensische Untersuchung eingeleitet, um zu klären, wie es zu dem Zugriff kommen konnte und mit welchen Maßnahmen sich ein ähnlicher Vorfall künftig verhindern lässt.

Welche Daten konkret betroffen sind, grenzte das Unternehmen ein: Möglicherweise abgeflossen sind Namen, Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten und Geschlecht der Kunden. Passwörter und Zahlungsdaten seien dagegen nicht kompromittiert worden, teilte Rituals in einem Hinweis auf seiner Website mit.

Zur Zahl der potenziell Betroffenen wollte sich ein Unternehmenssprecher gegenüber SecurityWeek vorerst nicht äußern. Zur Einordnung: Rituals zählt nach eigenen Angaben über 40 Millionen My-Rituals-Mitglieder. Unter Verweis auf Sicherheitsgründe machte der Sprecher keine Angaben zu den Angreifern und wollte auch nicht bestätigen, ob diese versucht hätten, das Unternehmen zu erpressen.

Nach Darstellung von SecurityWeek hat sich bislang keine bekannte Ransomware- oder Erpressergruppe zu dem Angriff bekannt. Rituals erklärte zudem, es lägen keine Hinweise vor, dass die entwendeten Informationen öffentlich verfügbar gemacht worden seien.

Gegenüber seinen Kunden betonte das Unternehmen, die Lage sei eingegrenzt und es sei kein Handeln erforderlich; gleichwohl solle man wachsam gegenüber Phishing-Nachrichten bleiben.

Rituals hat seinen Sitz im niederländischen Amsterdam und verkauft Luxuskosmetik für Haus und Körper in mehr als zwei Dutzend Ländern – über einen Online-Shop sowie mehr als 1.170 Geschäfte und 4.200 Shop-in-Shop-Flächen.