Sean Plankey hat in einem an das Weiße Haus gerichteten Schreiben mitgeteilt, dass er seine Nominierung zur Leitung der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) zurückzieht. Nach 13 Monaten sei klar geworden, dass der Senat ihn nicht bestätigen werde, erklärte der erfahrene Cybersicherheitsexperte in seinem Schreiben vom Mittwoch.
Plankey war ursprünglich im März 2025 nominiert worden und hatte zunächst als Berater von DHS-Sekretärin Kristi Noem gearbeitet, wobei er sich auf Fragen der US-Küstenwache konzentrierte. Im März dieses Jahres verließ er diese Position, nachdem er intern erklärt hatte, dass er sich auf die Beseitigung von Bedenken bezüglich seiner Küstenwachen-Arbeit konzentrieren müsse. Der republikanische Senator Rick Scott aus Florida hatte sich gegen die Nominierung ausgesprochen und blockiert.
Doch es gab weitere Hürden: Der demokratische Senator Ron Wyden aus Oregon kündigte an, gegen eine Bestätigung Plankeys stimmen zu wollen, solange die CISA sich weigere, einen unklassifizierten Bericht über Cyberschwachstellen in der US-Telekommunikationsindustrie zu veröffentlichen.
Zu Beginn war Plankeys Nominierung mit Begeisterung aufgenommen worden. Der Cybersicherheitsexperte verfügt über beeindruckende Qualifikationen: Er war Top-Cybersicherheitsbeamter beim Energieministerium in der ersten Trump-Administration, arbeitete zuvor für den Nationalen Sicherheitsrat mit Fokus auf maritime Cybersicherheit und bekleidete mehrere Führungspositionen in der Privatwirtschaft.
Die Nachricht vom Rückzug fällt in eine schwierige Phase für die CISA. Die Behörde hat etwa 30 Prozent ihres Personals durch Entlassungen verloren und musste zusätzliche Furloughs aufgrund des jüngsten Regierungshalt-Downs absorbieren. Derzeit wird die Agentur von Acting Director Nick Andersen geleitet, es ist jedoch unklar, wen die Trump-Administration als neuen Leiter nominieren wird.
Der republikanische Vertreter Andrew Garbarino aus New York äußerte sein Bedauern über Plankeys Rückzug. Er betonte, dass CISA gerade in Zeiten erhöhter Cyberbedrohungen dringend einen vom Senat bestätigten Direktor benötige, um die Agentur zu führen. Er forderte einen schnellen Nominierungsprozess, da die CISA viel zu lange ohne bestätigte Führung auskommen musste.
