Plankey war im März 2025 nominiert worden. In den Monaten danach arbeitete er als Berater der damaligen Heimatschutzministerin Kristi Noem mit Schwerpunkt auf der US-Küstenwache. Diese Aufgabe gab er im März auf – Berichten zufolge sagte er Kollegen, er müsse sich nun darauf konzentrieren, Bedenken hinsichtlich seiner Arbeit für die Küstenwache auszuräumen. Eben diese Bedenken hatten Senator Rick Scott (Republikaner, Florida) dazu bewogen, die Nominierung zu blockieren. Auch mehr als einen Monat nach seinem Ausscheiden aus dem Heimatschutzministerium blieb das Verfahren blockiert.

Widerstand kam nicht nur von Scott. Kurz nach Bekanntgabe der Nominierung kündigte Senator Ron Wyden (Demokrat, Oregon) an, eine Abstimmung zu blockieren. Grund war die Weigerung der CISA, einen nicht als geheim eingestuften Bericht über Cyber-Schwachstellen in der US-Telekommunikationsbranche öffentlich zu machen.

In seinem Schreiben an das Weiße Haus, datiert auf Mittwoch, hielt Plankey fest, der Senat werde ihn nicht bestätigen. Er bitte demütig um die Rücknahme seiner Nominierung, stehe aber voll hinter der kommenden CISA-Nominierung des Präsidenten und blicke dem weiteren Erfolg der Vereinigten Staaten erwartungsvoll entgegen.

Der Abgeordnete Andrew Garbarino (Republikaner, New York) zeigte sich in einer Erklärung betrübt über den Rückzug. Amerika sehe sich erhöhten Cyberbedrohungen gegenüber, und er habe stets betont, dass die CISA eine vom Senat bestätigte Leitung brauche. Er hoffe auf ein zügiges Verfahren, sobald ein neuer Kandidat benannt sei – angesichts der langen Zeit ohne bestätigte Führung.

Plankeys Nominierung war anfangs mit großem Wohlwollen aufgenommen worden; Fachleute und Amtsträger lobten seine Expertise und Führungsqualitäten. Er gilt seit Langem als feste Größe in der cybersicherheitspolitischen Szene: In der ersten Trump-Regierung war er oberster Cybersicherheitsverantwortlicher im Energieministerium, zuvor befasste er sich beim Nationalen Sicherheitsrat mit maritimer Cybersicherheit. Daneben hatte er mehrere Jahre Führungspositionen in der Privatwirtschaft inne.