Drohnenanschläge haben drei AWS-Rechenzentren der Vereinigten Arabischen Emirate und eines in Bahrain beschädigt und führten zu massiven Ausfällen zahlreicher Cloud-Dienste. Amazon arbeitet an der Wiederherstellung der Infrastruktur.
Amazon hat bestätigt, dass Drohnenanschläge erhebliche Schäden an insgesamt vier AWS-Rechenzentren im Nahost verursacht haben — drei in den Vereinigten Arabischen Emiraten und eines in Bahrain. Die Anschläge führten zu umfangreichen Ausfällen, die dutzende Cloud-Computing-Dienste weiterhin beeinträchtigen.
Wie das Unternehmen mitteilte, waren die Angriffe vermutlich Teil der iranischen Reaktion auf US-amerikanische und israelische Luftschläge vom Wochenende. Die Drohnenanschläge beschädigten die AWS-Regionen ME-CENTRAL-1 (Vereinigte Arabische Emirate) und ME-SOUTH-1 (Bahrain).
In einer Statusmitteilung erläuterte Amazon am Montag: In den Emiraten wurden zwei Einrichtungen direkt getroffen, während in Bahrain ein nahe gelegener Drohnenanschlag Schäden an der Infrastruktur verursachte. Die Anschläge führten zu Strukturschäden, unterbrochener Stromversorgung und teilweise zu Brandbekämpfungsmaßnahmen mit zusätzlichen Wasserschäden. Das Unternehmen arbeitet eng mit lokalen Behörden zusammen und priorisiert die Sicherheit seiner Mitarbeiter.
Derzeit sind drei Verfügbarkeitszonen (mec1-az2 und mec1-az3) in den Emiraten erheblich beeinträchtigt, während eine weitere Zone (mes1-az2) in Bahrain von lokalen Stromausfällen betroffen ist. Amazon arbeitet parallel an der physischen Wiederherstellung und an softwaregestützten Lösungen, die nicht auf vollständig funktionsfähige Einrichtungen angewiesen sind.
Amazon empfiehlt betroffenen Kunden dringend, ihre Daten zu sichern und Workloads in unbetroffene AWS-Regionen zu migrieren. Das Unternehmen rät, Disaster-Recovery-Pläne zu aktivieren, aus Remote-Backups in anderen Regionen wiederherzustellen und den Datenverkehr von den betroffenen Regionen abzuleiten. Als Alternativen nennt Amazon Regionen in den USA, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum.
Das britische National Cyber Security Centre (NCSC) warnte gleichzeitig britische Organisationen vor erhöhtem Risiko durch iranische Cyberanschläge angesichts der andauernden Konflikte im Nahen Osten.
Quelle: BleepingComputer
