In seiner Statusmeldung beschreibt Amazon das Ausmaß der Schäden: Die Angriffe hätten strukturelle Schäden verursacht, die Stromversorgung der Infrastruktur gestört und in einigen Fällen Löscharbeiten erforderlich gemacht, die zusätzliche Wasserschäden nach sich zogen. Die Meldung wurde laut Unternehmen am Montag um 16:19 Uhr PST veröffentlicht.

Zum aktuellen Zeitpunkt gelten zwei Verfügbarkeitszonen in den VAE (mec1-az2 und mec1-az3) als “erheblich beeinträchtigt”, während eine weitere Zone in Bahrain (mes1-az2) weiterhin von einem “lokal begrenzten Stromproblem” betroffen ist.

Amazon stellt nach eigenen Angaben derzeit die physische Infrastruktur wieder her und arbeitet zugleich an “mehreren softwarebasierten Wiederherstellungswegen”, die nicht voraussetzen, dass die zugrundeliegenden Einrichtungen vollständig wieder in Betrieb sind. Vorrang habe dabei die Wiederherstellung jener Dienste und Werkzeuge, mit denen Kunden Daten und Anwendungen aus den betroffenen Regionen sichern und migrieren können.

Das Unternehmen riet betroffenen Kunden, ihre Daten zu sichern und ihre Arbeitslasten in nicht betroffene AWS-Regionen zu verlagern. “Wir empfehlen Kunden, ihre Notfallpläne anzuwenden, aus in anderen Regionen gespeicherten Sicherungen wiederherzustellen und ihre Anwendungen so anzupassen, dass der Datenverkehr von den betroffenen Regionen weggeleitet wird”, erklärte Amazon. Für Kunden, die Orientierung zu alternativen Regionen benötigten, empfehle man je nach Anforderungen an Latenz und Datenstandort AWS-Regionen in den USA, Europa oder im asiatisch-pazifischen Raum.

Unabhängig davon warnte das britische National Cyber Security Centre (NCSC) am Montag britische Organisationen vor einem erhöhten Risiko iranischer Cyberangriffe im Zuge des andauernden Konflikts im Nahen Osten.