ADT zählt zu den führenden Anbietern von Alarmüberwachungssystemen. Das in Florida ansässige Unternehmen wies im vergangenen Jahr einen Umsatz von 5,1 Milliarden Dollar aus. Zu Fragen nach der Zahl der betroffenen Personen oder nach einer möglichen Lösegeldforderung äußerte sich das Unternehmen nicht.

Die gestohlenen Daten umfassen nach Angaben des Unternehmens Namen, Telefonnummern, Adressen und Geburtsdaten ebenso wie die letzten vier Ziffern von Sozialversicherungs- und Steuer-Identifikationsnummern. Eine Cyberkriminellengruppe trat unterdessen mit einer Erpressungsforderung an die Öffentlichkeit und gab an, 10 Millionen Datensätze erbeutet zu haben.

Für ADT ist es nicht der erste derartige Vorfall: In den vergangenen zwei Jahren meldete das Unternehmen der US-Börsenaufsicht SEC mehrere Sicherheitsverletzungen und Eindringversuche, darunter Vorfälle mit Kunden- und Mitarbeiterdaten.

Der Angriff reiht sich in eine jüngste Serie ein, die der Operation ShinyHunters zugeschrieben wird. Allein im April nahm die Gruppe den Spielekonzern Rockstar und das Bildungsunternehmen McGraw Hill ins Visier.

Gegen Ende des Jahres 2025 schienen die Strafverfolgungsbehörden die Oberhand über die Gruppe gewonnen zu haben, nachdem im Sommer eine Reihe branchenspezifischer Angriffe verübt worden war. Ein britisches Mitglied von ShinyHunters bekannte sich vergangene Woche schuldig und muss mit bis zu 22 Jahren Haft rechnen, ein weiteres Mitglied verbüßt eine zehnjährige Haftstrafe.

In diesem Jahr meldete sich die Gruppe mit einer neuen Daten-Leak-Seite zurück und reklamierte erneut mehrere aufsehenerregende Vorfälle für sich, darunter Angriffe auf die Dating-App-Anbieter Bumble und Match Group, auf Canada Goose, die University of Pennsylvania und die Europäische Kommission.