Laut der bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten 8-K-Meldung wurde Itron in diesem Jahr darüber informiert, dass ein unbefugter Dritter Zugang zu bestimmten Systemen erlangt hatte. Das Unternehmen aktivierte daraufhin seinen Notfallplan für Cybersicherheit und leitete mit Unterstützung externer Berater eine Untersuchung ein, um die unbefugte Aktivität zu bewerten, einzudämmen und zu beseitigen.

Itron erklärte, der unbefugte Zugriff sei mittlerweile unterbunden; weitere Aktivitäten seien seither nicht festgestellt worden. Zugleich betonte das Unternehmen, dass sich die Aktivität nicht auf Kunden erstreckt habe. Es weist allerdings selbst darauf hin, dass die Untersuchung zu Ausmaß und Folgen des Vorfalls noch nicht abgeschlossen ist.

Itron ist ein börsennotiertes Unternehmen mit Sitz im US-Bundesstaat Washington und an der NASDAQ gelistet. Der Konzern beschäftigt rund 5.600 Mitarbeiter und meldete für 2025 einen Umsatz von 2,4 Milliarden US-Dollar. Itron betreut nach eigenen Angaben 7.700 Kunden in 100 Ländern und verwaltet 112 Millionen Endpunkte.

Da das Geschäft eng mit kritischer Infrastruktur wie Stromnetzen, Wasserverteilung und Gasnetzen verbunden ist, wäre eine Störung von Bedeutung. Das Unternehmen erklärte jedoch, in diesem Fall habe es keine wesentliche Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebs gegeben, und es rechne derzeit auch nicht mit nachträglichen Auswirkungen. Einen erheblichen Teil der mit dem Vorfall verbundenen Kosten erwartet Itron von einer Versicherung gedeckt.

Bislang hat sich keine Ransomware-Gruppe zu dem Angriff bekannt. BleepingComputer hat Itron um weitere Details zu dem Vorfall gebeten und will den Bericht aktualisieren, sobald eine Antwort vorliegt.