Nach Angaben von Socket entwickeln die Akteure hinter der Kampagne ihr Vorgehen aktiv weiter. Statt direkt aufzufallen, setzen sie auf Schläufer-Pakete und transitive Abhängigkeiten, um der Erkennung zu entgehen. Parallel dazu nutzen sie in Zig geschriebene Dropper, um eine zweite, auf GitHub gehostete VSIX-Erweiterung auszuliefern, die alle integrierten Entwicklungsumgebungen (IDEs) auf dem Rechner eines Entwicklers infizieren kann.

Die von Socket identifizierten Erweiterungen fungieren dabei lediglich als unauffälliger Loader für die eigentliche Nutzlast. Diese Nutzlast ist eine VSIX-Erweiterung, die von GitHub abgerufen und über den Befehl „–install-extension" in jede auf dem System erkannte IDE installiert wird — darunter VS Code, Cursor, Windsurf und VSCodium.

Unabhängig von der eingesetzten Methode bleibt das Ziel dasselbe: Die Schadsoftware soll russische Systeme aussparen, sensible Daten stehlen, einen Remote-Access-Trojaner (RAT) installieren und unbemerkt eine bösartige Chromium-basierte Browser-Erweiterung einschleusen, die Zugangsdaten, Lesezeichen und weitere Informationen abgreift.

„Dieser Ansatz erzielt dasselbe Ergebnis wie die binärbasierte Variante, hält die Auslieferungslogik aber in verschleiertem JavaScript", erklärte das Unternehmen. „Die Erweiterung agiert als Loader, während die Nutzlast nach der Aktivierung abgerufen und ausgeführt wird."