Die CISA hat ihren KEV-Katalog um zwei Schwachstellen erweitert, für die nach Angaben der Behörde Belege einer aktiven Ausnutzung vorliegen. Betroffen sind ConnectWise ScreenConnect und Microsoft Windows.

Die Aufnahme von CVE-2026-32202 folgte einen Tag, nachdem Microsoft seine Sicherheitsmeldung aktualisiert und bestätigt hatte, dass die Lücke aktiv angegriffen wird. Zur Natur dieser Angriffe machte Microsoft keine Angaben. Akamai zufolge entstand die Schwachstelle durch einen unvollständigen Patch für CVE-2026-21510. Diese frühere Lücke wurde gemeinsam mit CVE-2026-21513 als Zero-Day ausgenutzt – nach Darstellung von Akamai durch die russische Hackergruppe APT28 in Angriffen auf die Ukraine und EU-Staaten seit Dezember 2025.

Die zweite Schwachstelle, CVE-2024-1708, wird seit Jahren von mehreren Bedrohungsakteuren mit CVE-2024-1709 verkettet, einer kritischen Lücke zur Umgehung der Authentifizierung mit einem CVSS-Wert von 10,0. In diesem Monat brachte Microsoft die Ausnutzung beider Lücken mit einem in China ansässigen Bedrohungsakteur in Verbindung, den das Unternehmen unter der Bezeichnung Storm-1175 führt. Bei diesen Angriffen kam die Ransomware Medusa zum Einsatz.

CVE-2024-1709 selbst hatte die CISA bereits am 22. Februar 2024 in ihren KEV-Katalog aufgenommen. Die zivilen US-Bundesbehörden (Federal Civilian Executive Branch, FCEB) sind verpflichtet, die erforderlichen Korrekturen bis zum 12. Mai 2026 umzusetzen, um ihre Netzwerke abzusichern.