Das Problem offenbarte sich zunächst vor drei Wochen, als erste Meldungen eingingen. Microsoft bestätigte in einem Service-Health-Update, dass neue Teams-Free-Nutzer, die sich während des Fehlerfensters registrierten, unerwarteterweise als bereits onboardet behandelt wurden. Dies führte dazu, dass ihre Nutzerprofile in einem unvollständigen Zustand verbleiben – eine kritische Beeinträchtigung für ein Kommunikationswerkzeug.
Das Unternehmen beschreibt das Problem mit konkreten Symptomen: “Betroffene Nutzer können nicht entdeckt werden, können sich nicht mit anderen verbinden und können Chatanfragen nicht erfolgreich durchführen.” Insbesondere für Privatnutzer und kleine Community-Gruppen, die Teams Free für ihre tägliche Kommunikation einsetzen, stellt dies eine erhebliche Funktionsstörung dar.
Microsoft betont, dass man aktiv an einer Lösung arbeitet, teilte aber bisher weder die exakte Anzahl betroffener Nutzer noch spezifische regionale Informationen mit. Ein weiteres Update sollte noch am selben Tag folgen – Details wurden aber zunächst nicht öffentlich kommuniziert.
Diese Störung reiht sich in eine Serie jüngster Probleme bei Microsoft-Produkten ein. In der Vorwoche verursachte ein Update des Microsoft-Edge-Browsers Probleme für Windows-Nutzer, die Teams-Meetings beitreten wollten. Noch im selben Monat musste ein Service-Update rückgängig gemacht werden, das Nutzer beim Starten des Teams-Desktop-Clients blockierte und sie auf einem Lade-Bildschirm hängen ließ.
Für deutsche Nutzer und Unternehmen, die Teams kostenlos einsetzen, empfiehlt sich derzeit erhöhte Aufmerksamkeit bei der Accountverwaltung. Sollte die Unfähigkeit, Profile zu erstellen oder Kontakt aufzunehmen, länger anhalten, könnte dies auch Datenschutz-Implikationen haben – die DSGVO sieht vor, dass fehlerhafte Datenverarbeitung angezeigt werden muss. Microsoft sollte Transparenz über die Anzahl betroffener Nutzer und Regionen erhöhen.
