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Microsoft Teams Free: Backend-Fehler blockiert Chat und Anrufe für tausende Nutzer

Microsoft Teams Free: Backend-Fehler blockiert Chat und Anrufe für tausende Nutzer
Zusammenfassung

Ein technisches Missgeschick bei Microsoft beeinträchtigt derzeit die Kommunikationsfunktionen von Microsoft Teams Free, der kostenlosen Variante des beliebten Collaboration-Tools. Das Unternehmen hat bestätigt, dass ein kürzlich durchgeführtes Backend-Update dazu führt, dass neue Nutzer Onboarding- und Datenschutzscreens überspringen, wodurch ihre Profile für andere Benutzer unsichtbar werden und keine Chats oder Anrufe möglich sind. Das Problem trat erstmals vor drei Wochen auf und wird von Microsoft als "Service Degradation" eingestuft – eine erhebliche Beeinträchtigung, die jedoch den Service nicht vollständig offline nimmt. Betroffen sind hauptsächlich neue Nutzer der Teams-Free-Version, die sich während des Problemzeitraums registriert haben. Microsoft hat bisher keine genauen Angaben zur geografischen Verbreitung oder Nutzerzahl veröffentlicht. Für deutsche Nutzer ist dies relevant, da Teams Free auch hierzulande weit verbreitet ist – sowohl bei Privatnutzern als auch in kleinen Unternehmen und Gemeinschaften. Das Unternehmen arbeitet aktiv an einer Lösung und versprach für heute weitere Informationen. Dies ist bereits das jüngste in einer Serie von Problemen bei Microsoft-Diensten, die Nutzer in den letzten Wochen beeinträchtigt haben.

Das Problem offenbarte sich zunächst vor drei Wochen, als erste Meldungen eingingen. Microsoft bestätigte in einem Service-Health-Update, dass neue Teams-Free-Nutzer, die sich während des Fehlerfensters registrierten, unerwarteterweise als bereits onboardet behandelt wurden. Dies führte dazu, dass ihre Nutzerprofile in einem unvollständigen Zustand verbleiben – eine kritische Beeinträchtigung für ein Kommunikationswerkzeug.

Das Unternehmen beschreibt das Problem mit konkreten Symptomen: “Betroffene Nutzer können nicht entdeckt werden, können sich nicht mit anderen verbinden und können Chatanfragen nicht erfolgreich durchführen.” Insbesondere für Privatnutzer und kleine Community-Gruppen, die Teams Free für ihre tägliche Kommunikation einsetzen, stellt dies eine erhebliche Funktionsstörung dar.

Microsoft betont, dass man aktiv an einer Lösung arbeitet, teilte aber bisher weder die exakte Anzahl betroffener Nutzer noch spezifische regionale Informationen mit. Ein weiteres Update sollte noch am selben Tag folgen – Details wurden aber zunächst nicht öffentlich kommuniziert.

Diese Störung reiht sich in eine Serie jüngster Probleme bei Microsoft-Produkten ein. In der Vorwoche verursachte ein Update des Microsoft-Edge-Browsers Probleme für Windows-Nutzer, die Teams-Meetings beitreten wollten. Noch im selben Monat musste ein Service-Update rückgängig gemacht werden, das Nutzer beim Starten des Teams-Desktop-Clients blockierte und sie auf einem Lade-Bildschirm hängen ließ.

Für deutsche Nutzer und Unternehmen, die Teams kostenlos einsetzen, empfiehlt sich derzeit erhöhte Aufmerksamkeit bei der Accountverwaltung. Sollte die Unfähigkeit, Profile zu erstellen oder Kontakt aufzunehmen, länger anhalten, könnte dies auch Datenschutz-Implikationen haben – die DSGVO sieht vor, dass fehlerhafte Datenverarbeitung angezeigt werden muss. Microsoft sollte Transparenz über die Anzahl betroffener Nutzer und Regionen erhöhen.