Aisle hob drei Schwachstellen hervor, über die sich Patientendaten einsehen oder verändern lassen. Zwei davon sind als kritisch eingestufte SQL-Injection-Lücken, geführt unter CVE-2026-24908 und CVE-2026-23627. Sie erlauben es laut der Sicherheitsfirma jedem authentifizierten Angreifer, eine Datenbank zu kompromittieren, Daten abzuziehen, Zugangsdaten zu stehlen und beliebigen Code auszuführen.

Eine dritte Lücke, die Patientendaten offenlegt, wird unter CVE-2026-24487 geführt und als Umgehung der Autorisierung beschrieben. Die vollständige Liste der OpenEMR-CVEs hat Aisle in einem Blogbeitrag veröffentlicht.

Kritische OpenEMR-Schwachstellen, die Patienteninformationen preisgeben, werden regelmäßig von Sicherheitsforschern gefunden. CVEdetails verzeichnet über die vergangene Dekade mehr als 200 entdeckte Schwachstellen.

Öffentliche Berichte über eine tatsächliche Ausnutzung von OpenEMR-Lücken im realen Einsatz scheint es dagegen nicht zu geben. Als mögliche Gründe nennt der Bericht, dass viele OpenEMR-Installationen hinter einer Firewall betrieben oder aktuell gehalten werden und Gesundheitsorganisationen häufiger über breitere Angriffswege getroffen werden als über anwendungsspezifische Schwachstellen.