Die als hochgradig kritisch eingestufte Schwachstelle wird unter CVE-2026-0204 geführt. Laut SonicWall-Advisory ermöglicht sie es Angreifern, Zugriffskontrollen zu umgehen und bestimmte Funktionen der Verwaltungsoberfläche aufzurufen. Ein Angreifer mit Zugriff auf diese Oberfläche könnte dadurch die Firewall-Konfiguration verändern und Schutzmechanismen deaktivieren.
Die erste der beiden mittelschweren Lücken, CVE-2026-0205, ist eine Path-Traversal-Schwäche, über die sich mit eingeschränkten Diensten interagieren lässt. Die zweite, CVE-2026-0206, erlaubt es entfernten Angreifern nach Herstellerangaben, verwundbare Firewalls zum Absturz zu bringen. Für beide mittelschweren Schwachstellen ist zur erfolgreichen Ausnutzung eine Authentifizierung erforderlich.
Betroffen sind Dutzende Firewall-Modelle, die mit Firmware-Versionen bis einschließlich 6.5.5.1-6n, 7.0.1-5169, 7.3.1-7013 und 8.1.0-8017 laufen. Die Korrekturen sind in den Firmware-Versionen 6.5.5.2-28n, 7.3.2-7010 und 8.2.0-8009 enthalten.
SonicWall empfiehlt, die Appliances so bald wie möglich zu aktualisieren. Wo das nicht unmittelbar möglich ist, sollten Kunden den Verwaltungszugriff bis zum Einspielen der Patches auf SSH beschränken, indem sie die HTTP- und HTTPS-basierte Verwaltung sowie SSLVPN auf allen Schnittstellen deaktivieren. Diese Einschränkungen seien jedoch nur eine vorübergehende Maßnahme, betont das Unternehmen; das dringend empfohlene Vorgehen bleibe das Einspielen der gepatchten Firmware.
Eine Ausnutzung der drei Sicherheitslücken in freier Wildbahn erwähnt SonicWall nicht.
