Szabo trat online unter zahlreichen Pseudonymen auf, unter anderem als „Jonah", „Jonah Goldberg", „Plank", „Rambler", „War Lord", „Shovel", „Cypher", „Kollectivist", „Mortenberg Shekelstorms" und „NotThuggin2". Laut Gerichtsunterlagen drohte er im Januar 2021 zudem, Sprengsätze am US-Kapitol zu zünden und den designierten Präsidenten Joe Biden zu töten.
„Abgeordnete des Kongresses, Kabinettsmitglieder, die Leiter von Bundesbehörden für Strafverfolgung, Kirchen, Journalisten – Thomasz Szabo und seine Anhänger nahmen sie alle mit Swatting-Anrufen und falschen Bombendrohungen ins Visier, die bewaffnete Polizei an ihre Türen schicken sollten", erklärte die US-Staatsanwältin Pirro. Szabo sei aus Rumänien ausgeliefert worden, um sich vor einem amerikanischen Gericht zu verantworten, und trage nun die Folgen seines Handelns.
Szabo bewarb seine Aktivitäten gegenüber Anhängern und forderte sie auf, ähnliche Angriffe zu verüben. Zwischen Dezember 2023 und Anfang Januar 2024 kam es daraufhin zu einer gebündelten Welle von Swatting-Angriffen gegen mindestens 25 Kongressabgeordnete oder deren Familienangehörige sowie gegen mindestens sechs hochrangige Vertreter der Exekutive, darunter mehrere Personen auf Kabinettsebene.
Im selben Zeitraum nahmen Szabos Anhänger zudem mindestens 13 hochrangige Beamte der Bundesstrafverfolgung, Mitglieder der Bundesjustiz, mindestens 27 Amtsträger auf Ebene der Bundesstaaten sowie vier religiöse Einrichtungen ins Visier. Eines der Mitglieder rühmte sich gegenüber Szabo, an einem einzigen Tag mehr als 25 Swatting-Anrufe getätigt und damit binnen zwei Tagen über 500.000 US-Dollar an Steuergeldern verschwendet zu haben.
Im Zusammenhang mit demselben Vorgehen wurde im August 2024 auch der 23-jährige serbische Staatsbürger Nemanja Radovanovic angeklagt, ein weiterer Komplize Szabos; sein Verfahren läuft gesondert.
„Die unaufhörlichen Swatting-Angriffe von Herrn Szabo und seinen Mitverschwörern haben enorme Ressourcen der Strafverfolgung und Steuergelder gebunden und unschuldige Zivilisten in Gefahr gebracht", sagte FBI-Sonderermittler Michael Burgwald. Die Verurteilung sei ein wichtiger Schritt, um jenen, die Swatting für einen bloßen Streich hielten, klarzumachen, dass die Täter zur Verantwortung gezogen würden.
