Die kurzfristige Verlängerung wurde nötig, nachdem ein zuvor beschlossenes Gesetz im Senat scheiterte. Die obere Kammer hatte den vorherigen Entwurf für aussichtslos erklärt, weil er ein Verbot für die US-Notenbank Federal Reserve enthielt, eine digitale Währung herauszugeben.
Stattdessen verständigte sich der Senat auf eine Verlängerung um 45 Tage, die im Einvernehmen ohne Gegenstimme beschlossen wurde. Möglich wurde die Einigung durch eine Abmachung, eine jüngere Entscheidung des Foreign Intelligence Surveillance Court zur Nutzung von Section 702 freizugeben.
Das Repräsentantenhaus folgte daraufhin mit seinem Votum von 261 zu 111 Stimmen für eine Fortführung bis zum 21. Juni. Einen Tag zuvor hatte die Kammer noch einer dreijährigen Verlängerung zugestimmt.
Die knappe Frist gibt den Abgeordneten bis Mitte Juni Zeit, eine Einigung über eine langfristige Neuautorisierung zu erzielen. „Das wird uns zusätzliche Zeit dafür verschaffen“, sagte der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, zuvor im Plenum. Der Senat arbeitet an einer eigenen dreijährigen Verlängerung.
Section 702 soll ausländische nachrichtendienstliche Ziele erfassen, greift dabei jedoch auch Informationen einer unbekannten Zahl von US-Bürgern ab. Genau dieser Punkt machte die Verlängerung nach Einschätzung von Politikern beider Lager zu einem ungeordneten Kraftakt.
