Im Mittelpunkt der aktuellen Sicherheitsmeldungen steht eine kritische Schwachstelle in cPanel und dem WebHost Manager (WHM). Sie wird unter der Kennung CVE-2026-41940 geführt und befindet sich bereits unter aktiver Ausnutzung. Über die Lücke lässt sich die Authentifizierung umgehen, sodass entfernte Angreifer erhöhte Kontrolle über das Verwaltungsfenster übernehmen können.

Die beobachteten Angriffe verlaufen unterschiedlich. In einem Teil der Fälle wurden ganze Webseiten einschließlich ihrer Backups vollständig gelöscht. In anderen Fällen brachten die Angreifer Varianten des Mirai-Botnetzes auf die Systeme oder setzten eine Ransomware mit dem Namen Sorry ein.

CVE-2026-41940 ist nur einer von zahlreichen Befunden, die in dieser Woche zusammengetragen wurden. Die Sammlung umfasst hochriskante, weit verbreitete oder bereits aktiv angegriffene Schwachstellen, die nach Einschätzung der Übersicht vorrangig behandelt werden sollten. Die cPanel-Lücke ist dabei ausdrücklich als dringend gekennzeichnet.

Zu den weiteren aufgeführten Schwachstellen zählen unter anderem CVE-2026-31431 (auch als Copy Fail bezeichnet) im Linux-Kernel, CVE-2026-42208 in LiteLLM sowie CVE-2026-3854 in GitHub.com und dem GitHub Enterprise Server. Hinzu kommen CVE-2026-32202 in der Windows Shell, CVE-2026-26268 in Cursor, CVE-2026-35414 in OpenSSH und CVE-2026-6770 in Mozilla Firefox und dem Tor Browser.

Die Liste setzt sich mit Lücken in ProFTPD (CVE-2026-42167), OpenEMR (CVE-2026-24908, CVE-2026-23627, CVE-2026-24487) und GRASSMARLIN (CVE-2026-6807) fort. Ebenfalls genannt werden mehrere Schwachstellen in Google Chrome und Mozilla Firefox, in CPython (CVE-2026-6100), SonicWall (CVE-2026-0204) und FreeBSD (CVE-2026-42511).

Abgerundet wird die Aufstellung durch vier Lücken in Exim, mehrere Befunde in Wireshark und Jenkins, eine Schwachstelle in Notepad++ (CVE-2026-3008) sowie drei Schwachstellen in CODESYS (CVE-2025-41658, CVE-2025-41659, CVE-2025-41660).