Auslöser der Ausfälle ist eine Sperre auf Treiberebene: Wo der verwundbare Treiber durch die Code-Integritätsprüfung von Windows blockiert wird, scheitern Backup-Programme beim Einbinden oder Verwalten von Datenträgerabbildern.
„Mit dem Windows-Sicherheitsupdate vom April 2026 haben wir den bekanntermaßen verwundbaren Kerneltreiber psmounterex.sys zur Sperrliste verwundbarer Treiber hinzugefügt. Backup-Anwendungen, die auf diesen Treiber angewiesen sind, können beim Versuch, Datenträgerabbilder einzubinden oder zu verwalten, Fehler verursachen", teilte Microsoft gegenüber BleepingComputer mit.
Vom Deinstallieren oder Aussetzen des Updates rät das Unternehmen ausdrücklich ab. „Kundinnen und Kunden mit einem betroffenen Treiber sollten die neuesten Anwendungsversionen installieren und gegen die Treiber-Sperrliste prüfen, um geschützt zu bleiben", so Microsoft.
Ob die Sperrliste einen Treiber blockiert, lässt sich anhand der Ereignis-ID 3077 mit der Richtlinien-ID {D2BDA982-CCF6-4344-AC5B-0B44427B6816} im Code-Integritäts-Betriebsprotokoll feststellen. Dieser Eintrag zeigt an, dass der Treiber psmounterex im Erzwingungsmodus blockiert wurde. Aufrufen lässt sich das Protokoll über einen Rechtsklick auf Start und die Auswahl der Ereignisanzeige; dort findet man unter „Anwendungs- und Dienstprotokolle\Microsoft\Windows\CodeIntegrity\Operational" im mittleren Bereich die Ereignis-ID 3077.
Es ist nicht das einzige Problem rund um die April-Updates. In diesem Monat warnte Microsoft, dass einige Geräte mit Windows Server 2025 nach der Installation des Updates KB5082063 in den BitLocker-Wiederherstellungsmodus starten und zur Eingabe des BitLocker-Schlüssels auffordern können.
Zudem veröffentlichte Microsoft außerplanmäßige Updates, um Probleme auf Windows-Server-Systemen zu beheben, die nach Installation der April-2026-Sicherheitsupdates zu fehlgeschlagenen Installationen und Neustartschleifen geführt hatten.
