Die vorläufige Vereinbarung, die am Donnerstag veröffentlicht wurde, beendet den Streit nicht nur durch eine Zahlung: Forbes verpflichtet sich zugleich, seine Praktiken zu ändern. Das Unternehmen will seinen Nutzern künftig „mehr Hinweise“ auf den Einsatz von Trackern geben und seine Website um Passagen ergänzen, die Einwohnern Kaliforniens zusätzliche Kontrolle über die Erhebung und Weitergabe ihrer Daten an Dritte einräumen.

Im Zentrum der Klage steht der Vorwurf, Forbes habe gegen den kalifornischen Invasion of Privacy Act und das dortige Wettbewerbsrecht (Unfair Competition Law) verstoßen. Nach Darstellung der Kläger setzte das Unternehmen Pen Register sowie Trap-and-Trace-Geräte ein, um eindeutige IP-Adressen und andere Kennungen der Website-Besucher zu erfassen.

Die auf der Website installierten Tracker stammen den Klägern zufolge von LinkedIn und Microsoft. Sie sollen die eindeutigen Kennungen der Nutzer gesammelt und an die beiden Unternehmen sowie weitere Dritte übermittelt haben. Laut der vorläufigen Vergleichsvereinbarung flossen diese Daten anschließend in „große Datenbanken“, um Informationen über das Surf- und Kaufverhalten einzelner Nutzer im gesamten Internet zusammenzutragen und zu verwerten.

Die Mitglieder der Sammelklage sollen je nach Zahl der Anspruchsteller schätzungsweise zwischen 32 und 189 Dollar erhalten. Ein Sprecher von Forbes Media reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage um Stellungnahme.