Iranische Drohnenanschläge haben diese Woche drei Amazon-Rechenzentren in den VAE und Bahrain getroffen und zahlreiche AWS-Cloud-Dienste in der Region lahm gelegt.
Bei einer Serie von Drohnenangriffen im Zuge eskalierender regionaler Spannungen wurden diese Woche drei Amazon-Rechenzentren in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain beschädigt. Amazon bestätigte, dass zwei Einrichtungen in den VAE von Drohnen direkt getroffen wurden, während eine Anlage in Bahrain durch einen nahe gelegenen Drohnenanschlag Schaden nahm. Die Folge: Etwa 60 Amazon-Web-Services-Angebote in der Region fielen aus, was Webseiten und cloudabhängige Unternehmen erheblich beeinträchtigte.
Die Anschläge erfolgten als Reaktion auf einen massiven Angriff der USA und Israels, bei dem der iranische Oberste Anführer Ayatollah Ali Khamenei und mehrere hochrangige Regierungsvertreter getötet wurden. Der iranische Gegenschlag richtete sich nicht nur gegen US-Militärbasen, sondern auch gegen Flughäfen, Hotels und bedeutende Öl- und Gasinfrastruktur in der Region.
Amazon zufolge verursachten die Anschläge erhebliche Strukturschäden, unterbrachen die Stromversorgung und lösten Sprinklersysteme aus, die zusätzliche Wasserschäden anrichteten. Örtliche Feuerwehren schalteten während der Brandbekämpfung Strom und Generatoren ab. Das Unternehmen teilte nicht mit, ob Mitarbeiter verletzt wurden, betont aber die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und die Sicherheit des Personals.
Amazon riet Kunden im Nahen Osten, kritische Daten zu sichern und Anwendungen in andere AWS-Regionen zu verlagern. Die Wiederherstellung der betroffenen Infrastruktur werde Zeit benötigen, da die Lage in der Region weiterhin unvorhersehbar bleibt.
Amazon betreibt mehrere physisch getrennte Rechenzentren pro Region mit unabhängiger Stromversorgung, Netzwerk und Kühlung. Dieses Design ermöglicht normalerweise, Lasten zu verteilen und Ausfälle zu kompensieren. Diesmal wurden jedoch zwei von drei Verfügbarkeitszonen in den VAE direkt getroffen, während Bahrain mit Stromausfällen und anhaltenden Verbindungsproblemen kämpfte — eine kritische Situation für die Cloud-Infrastruktur am Golf.
Quelle: The Record
