Im Apache HTTP Server 2.4.67 stechen zwei Schwachstellen besonders hervor. CVE-2026-23918 ist ein Double-Free-Fehler in der Verarbeitung des HTTP/2-Protokolls, der zugleich Remote Code Execution ermöglichen kann. Durch das Auslösen eines vorzeitigen Resets (Early Reset) könnte ein Angreifer einen Denial-of-Service-Zustand herbeiführen und unter Umständen beliebigen Code ausführen.
Ähnlich gravierend ist CVE-2026-28780, ein Heap-Buffer-Overflow. Über manipulierte AJP-Nachrichten könnten entfernte Angreifer einen Denial of Service auslösen und Code zur Ausführung bringen.
Drei weitere Schwachstellen – CVE-2026-29168, CVE-2026-29169 und CVE-2026-33007 – können zu Denial-of-Service-Zuständen führen. Vier Lücken, namentlich CVE-2026-24072, CVE-2026-33857, CVE-2026-34032 und CVE-2026-34059, können das Offenlegen von Informationen zur Folge haben.
Hinzu kommt CVE-2026-33523, eine unzureichende Neutralisierung von CRLF-Sequenzen, die Angreifern die Manipulation von HTTP-Antworten erlaubt. Eine Timing-Seitenkanalschwäche (CVE-2026-33006) kann zudem zur Umgehung der Digest-Authentifizierung führen.
Parallel dazu kündigte Apache die Auslieferung von MINA 2.2.7 und MINA 2.1.12 an, die zwei als kritisch eingestufte Schwachstellen beseitigen. Beide sind unvollständige Korrekturen früherer Fixes: CVE-2026-42778 wird als unvollständige Behebung von CVE-2026-41409 beschrieben, die wiederum eine unvollständige Korrektur von CVE-2024-52046 war – einer unsicheren Deserialisierung von Daten, die sich für RCE ausnutzen ließ.
Die zweite MINA-Lücke, CVE-2026-42779, ist eine unvollständige Behebung von CVE-2026-41635, einem Prüffehler, der zur Umgehung einer Positivliste (Allowlist) und damit zur Codeausführung führte.
Nach dem Wechsel auf eine gepatchte Version müssen Organisationen laut Apache zusätzlich aktiv werden: Sie müssen in der Instanz des ObjectSerializationDecoder ausdrücklich festlegen, welche Klassen der Decoder akzeptieren darf.
