XBOW positioniert sich im Bereich der autonomen Offensiv-Sicherheit. Die Plattform des Unternehmens führt gezielte Angriffe eigenständig aus und soll es Sicherheitsteams ermöglichen, tiefer liegende Angriffswege zu erkunden, als es klassische Tests in der Regel zulassen.

Jeder mögliche Fund wird nach Angaben des Unternehmens durch reale Ausnutzung unabhängig überprüft. Sicherheitsteams erhalten dabei einen reproduzierbaren Nachweis, um theoretische Risiken auszuschließen. Ziel sei es, Sicherheitsexperten zu entlasten, damit sie sich auf Untersuchung, Bewertung und Behebung konzentrieren können.

Die Erweiterung der Finanzierungsrunde umfasst 35 Millionen Dollar. Sie schließt an die bereits zuvor in diesem Jahr angekündigte Series-C-Runde an, in der XBOW 120 Millionen Dollar eingenommen und eine Bewertung von mehr als einer Milliarde Dollar erreicht hatte. Insgesamt summiert sich das eingeworbene Kapital damit auf über 270 Millionen Dollar.

Die neuen Mittel stammen von Accenture Ventures, DNX Ventures, Liberty Global Tech Ventures, NVentures, Samsung Ventures und SentinelOne S Ventures. Verwendet werden soll das Geld, um die Markteinführung und das internationale Wachstum weiter voranzutreiben.

Alex Krongold, Director of Corporate Development & Ventures bei SentinelOne, ordnete die Investition ein: Die Perspektive des Angreifers sei grundlegend für die Verteidigung, lasse sich aber nur schwer in die Praxis umsetzen. XBOW ändere dies, indem es ausnutzbare und neuartige Funde in Maschinengeschwindigkeit sichtbar mache. Jeder XBOW-Agent arbeite wie eine Erweiterung des hauseigenen Red Teams und erlaube es, offensives Testen mit einer Geschwindigkeit und Tiefe zu skalieren, die zuvor nicht erreichbar gewesen sei.