Die Gründung von Herd Security im Jahr 2025 markiert einen Wendepunkt in der Sicherheitsschulung. Das Startup hat erkannt, dass traditionelle, einmalige Sicherheitstrainings längst nicht mehr ausreichen, um mit der rasanten Entwicklung neuer Bedrohungen Schritt zu halten. Die Plattform nutzt agentengestützte künstliche Intelligenz, um kontinuierlich und kontextualisiert Schulungsinhalte zu erstellen und bereitzustellen.
Besonders interessant ist der Ansatz der Integration in bestehende Unternehmenstools: Herd liefert seine Trainings über Slack, Microsoft Teams oder Learning-Management-Systeme aus. Die Inhalte werden in verschiedenen Formaten – Text, Bilder, Videos oder als Konversations-KI – bereitgestellt. Das ermöglicht eine nahtlose Integration in den Arbeitsalltag, statt separate Trainingsplattformen zu erfordern.
Die Plattform ist so konzipiert, dass sie organisationsspezifische Kontexte berücksichtigt. Unternehmen können ihre eigenen Richtlinien, Sicherheitsdaten und Compliance-Anforderungen importieren. Die KI analysiert diese Eingaben und generiert sofort maßgeschneiderte Trainings basierend auf aktiven Bedrohungen und den Besonderheiten der jeweiligen Organisation. Für deutsche Unternehmen ist dies besonders relevant, die oft komplexe Compliance-Anforderungen erfüllen müssen.
Die Finanzierungsrunde wird von Aspiron Ventures geleitet und erhielt zusätzliche Unterstützung von ForwardSlash VC, Forum Ventures, Rightside Capital, Team Ignite und YPO. Herd plant, die neuen Mittel in die Erweiterung von Trainingsmodulen im HR- und KI-Bereich sowie die Optimierung seiner Videogenerierungsfähigkeiten zu investieren. Zudem sollen Partnerschaften weiter ausgebaut werden.
CEO Brandon Min betont, dass Sicherheitsfachleute bislang nicht die richtigen Werkzeuge hätten, um ihr Wissen in praktische, engagierende Programme umzuwandeln. Herd beseitige diese Barriere, indem Teams kontinuierlich ihr Wissen in konkrete Schulungsmaßnahmen übersetzen könnten – ohne zusätzliche personelle Ressourcen.
Dieser Ansatz adressiert ein fundamentales Problem der modernen Cybersicherheit: Die menschliche Verteidigungslinie ist oft der schwächste Punkt. Phishing, Social Engineering und gezielte Angriffe nutzen häufig Unwissenheit oder mangelndes Bewusstsein aus. Eine intelligente, kontinuierliche Schulung könnte diese Schwachstelle erheblich reduzieren.
