Im Mittelpunkt der Aktualisierung stehen zwei Schwachstellen in Cisco Unity Connection, die unter den Kennungen CVE-2026-20034 und CVE-2026-20035 geführt werden. Beide ermöglichen SSRF-Angriffe und gehen auf eine unzureichende Prüfung von Benutzereingaben und bestimmten HTTP-Anfragen zurück. Laut Cisco könnten entfernte, authentifizierte Angreifer die Lücken nutzen, um beliebigen Code mit Root-Rechten auszuführen oder Netzwerkanfragen über das betroffene Gerät abzusetzen.

Eine weitere als schwerwiegend eingestufte Schwachstelle (CVE-2026-20185) steckt im SNMP-Subsystem der Switches SG350 und SG350X. Eine fehlerhafte Fehlerbehandlung beim Verarbeiten der Antwortdaten einer bestimmten SNMP-Anfrage kann dazu führen, dass Angreifer das Gerät zum Neustart zwingen und so einen Denial-of-Service auslösen.

Der Fehler betrifft die SNMP-Versionen 1, 2c und 3. Für eine Ausnutzung über SNMPv2c oder älter benötigt ein Angreifer laut Cisco eine gültige Lese-Schreib- oder Nur-Lese-Community-Zeichenkette des betroffenen Systems; bei SNMPv3 sind gültige SNMP-Benutzeranmeldedaten erforderlich.

Anfällig für Denial-of-Service-Angriffe sind auch der Crosswork Network Controller (CNC) und der Network Services Orchestrator (NSO). Die Schwachstelle CVE-2026-20188 entsteht, weil eine Begrenzung eingehender Netzwerkverbindungen nicht korrekt umgesetzt wurde. Dadurch kann ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer ein verwundbares System mit einer großen Zahl von Verbindungsanfragen überlasten und dessen Ressourcen erschöpfen.

Der fünfte schwerwiegende Fehler (CVE-2026-20167) betrifft die Weboberfläche des IoT Field Network Director. Wegen mangelhafter Fehlerbehandlung können Angreifer hier präparierte Eingaben übermitteln und einen Neustart des Routers und damit einen Denial-of-Service erzwingen.

Die sieben zusätzlich behobenen Schwachstellen mit mittlerem Schweregrad verteilen sich auf den IoT Field Network Director, Slido, Prime Infrastructure, die Identity Services Engine und Enterprise Chat and Email. Sie könnten unter anderem das Auslesen von Dateien, die Ausführung von Befehlen, die Offenlegung von Informationen, das Herunterladen beliebiger Protokolldateien sowie browserbasierte Angriffe ermöglichen.