Nach eigenen Angaben entdeckte Skoda den Vorfall im Zuge seiner technischen Sicherheitsüberwachung. Ursache war demnach eine Schwachstelle in der Software des Shop-Portals, die Unbekannte ausnutzten, um in das System einzudringen und auf die dort verarbeiteten Daten zuzugreifen.

Sofort nach Kenntnis des Angriffs schaltete der Hersteller den Shop ab, spielte einen Patch für die ausgenutzte Lücke ein und überprüfte die bestehenden Sicherheitsmechanismen. Zusätzlich beauftragte Skoda externe Forensik-Fachleute mit der Untersuchung und informierte die zuständigen Behörden.

Betroffen sind nach Darstellung des Unternehmens Kundennamen, Adressen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Bestelldetails sowie Informationen zu Nutzerkonten. Auch Passwort-Hashes wurden im Zuge des Angriffs abgegriffen. Kreditkartendaten seien nicht kompromittiert worden, da diese ausschließlich über Zahlungsdienstleister abgewickelt und nicht in den eigenen Systemen vorgehalten würden.

Skoda erklärt, die vorhandenen Protokolle machten es unmöglich festzustellen, ob und in welchem Umfang Daten von den Servern abgeflossen sind. Angaben zur Zahl der potenziell betroffenen Personen hat das Unternehmen bislang nicht gemacht.

Hinweise auf einen Missbrauch der möglicherweise kompromittierten Daten lägen nicht vor, so der Hersteller. Dennoch rät Skoda seinen Nutzern zur Wachsamkeit gegenüber Phishing-Nachrichten und unberechtigten Anmeldeversuchen bei ihren Konten.

Darüber hinaus empfiehlt das Unternehmen, Passwörter zu ändern – insbesondere dann, wenn sie für mehrere Konten bei unterschiedlichen Diensten verwendet werden. Zudem sollten Nutzer keine persönlichen Informationen preisgeben und nicht auf Links in Nachrichten klicken, die sich auf ihre Geschäftsbeziehung mit Skoda beziehen.

Skoda wurde 1896 in der heutigen Tschechischen Republik gegründet und ist seit dem Jahr 2000 eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Volkswagen-Konzerns. Die Fahrzeuge der Marke werden in mehr als 100 Ländern verkauft.