Frame Security wird von Tal Shlomo als CEO und Sharon Shmueli als Chief Technology Officer geleitet. Shlomo gehörte zu den frühen Mitarbeitern des Cloud-Security-Riesen Wiz, während Shmueli bis vor Kurzem als CTO des globalen Venture-Unternehmens Team8 tätig war. Dieses erfahrene Gründerteam bringt erhebliche Expertise aus dem Cybersecurity-Bereich mit.
Die Plattform von Frame Security verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur Reduzierung menschlicher Risiken. Das Kern-Feature ist ein Simulations-Modul, das personalisierte Phishing-, Voice- und Video-Deepfake-Szenarien generiert. Diese sind speziell auf die Rolle und Kommunikationsmuster einzelner Mitarbeiter zugeschnitten – ein Ansatz, der deutlich effektiver sein dürfte als generische Schulungen.
Weiterhin ermöglicht die Plattform es Security-Teams, schnell individuelle Trainingsprogramme zu entwickeln und bereitzustellen. Diese können auch neu auftauchende Angriffstechniken abdecken. Ein kontinuierliches Human-Risk-Scoring-System aggregiert Signale aus Simulationen und Mitarbeiterverhalten, um Risikosichtbarkeit in Echtzeit auf individueller, Team- und Organisationsebene zu bieten.
Das Phishing- und Threat-Triage-Modul ist ebenfalls bemerkenswert: Wenn Mitarbeiter verdächtige Nachrichten über beliebige Kommunikationskanäle melden, analysiert und bewertet die KI-Plattform diese in Echtzeit.
Frame Security wird bereits von Startups und Fortune-500-Unternehmen eingesetzt. Das Unternehmen plant, mit der Finanzierungsrunde seine Ingenieur-Teams zu erweitern, Forschung an Frontier-AI und Cybersecurity zu vertiefen und das Marktgang-Tempo in den USA und weltweit zu beschleunigen.
Für deutsche Organisationen könnte Frame Security besonders wertvoll sein, da das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kontinuierlich vor Phishing und Social-Engineering warnt. Regelmaßige Sicherheitsbewusstseinstraining ist eine Kernempfehlung – und automatisierte, KI-gestützte Lösungen könnten die Implementierung in großen Organisationen erheblich vereinfachen. Auch aus DSGVO-Perspektive ist eine Reduzierung von Datenschutzverletzungen durch menschliche Fehler ein Gewinn, da Unternehmen bei erfolgreicher Übernahmeprävention nicht mit Meldepflichten und potenziellen Bußgeldern rechnen müssen.
