Nach Angaben des OET wurden die Fristen bis 2029 verschoben, weil dies dem „öffentlichen Interesse" diene. Die Behörde erklärte, die Verlängerung erlaube weiterhin Updates, um „die fortlaufende Funktionsfähigkeit der Geräte sicherzustellen, etwa solche, die Schwachstellen schließen und die Kompatibilität mit verschiedenen Betriebssystemen erleichtern".

Hintergrund der Verschiebung ist ein Schreiben der Consumer Technology Association, des größten Technologie-Branchenverbands Nordamerikas, an die FCC. Der Verband hatte sich nach einem Treffen mit Mitarbeitern der Behörde, bei dem er seine Bedenken vortrug, für eine Fristverlängerung ausgesprochen.

„Das OET stellt fest, dass besondere Umstände eine Abweichung von den allgemeinen Regeln rechtfertigen und dem öffentlichen Interesse besser gedient wäre, wenn die Aussetzung der Verbote verlängert würde", heißt es in der Mitteilung.

Die Verbote gehen auf Druck des Weißen Hauses zurück, das im Ausland hergestellte Drohnen und Router als Gefahr für die nationale Sicherheit einstuft. Zugleich entstehen jedoch neue Risiken, wenn Sicherheitsupdates für solche Geräte nicht mehr eingespielt werden dürfen – ein Spannungsverhältnis, dessen sich die Verantwortlichen angesichts der Verschiebung offenbar bewusst sind.

In der Mitteilung empfiehlt das OET der Behörde zudem, ein förmliches Regelsetzungsverfahren zu prüfen, um die Ausnahmen zu formalisieren. Damit könnten sie über 2029 hinaus verlängert oder das geplante Update-Verbot sogar zurückgenommen werden.