Die Aktivierung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS ist das Resultat jahrelanger Entwicklung. Apple begann bereits im Beta-Stadium von iOS 26.4 mit Tests, damals allerdings zunächst nur für Konversationen zwischen Apple-Geräten. Die GSMA kündigte in frühen 2025 ihre offizielle Unterstützung für E2EE im RCS-Protokoll an und machte damit den Weg für die plattformübergreifende Implementierung frei.
RCS selbst basiert auf der Spezifikation des RCS Universal Profile und bietet gegenüber dem klassischen SMS deutliche Vorteile: Hochauflösende Fotos und Videos lassen sich übertragen, Nutzer sehen Tippindikatoren in Echtzeit, und Lesebestätigungen sind Standard. Mit der Verschlüsselung wird die Sicherheit dieser modernen Kommunikation nun erheblich gestärkt.
Apple erklärt in einer Stellungnahme: “Wenn RCS-Nachrichten ende-zu-Ende-verschlüsselt sind, können sie während der Übertragung zwischen Geräten nicht gelesen werden.” Ein neues Lock-Icon in den RCS-Chats zeigt Nutzern an, dass die Kommunikation gesichert ist. Google setzt auf das gleiche Prinzip – das Messenger-App wird ebenfalls mit einem Schlosssymbol die Verschlüsselung visualisieren.
Alex Sinclair, Chief Technology Officer der GSMA, betont die Bedeutung der offenen Zusammenarbeit: “Dies ist das Ergebnis enger, branchenübergreifender Zusammenarbeit zwischen der GSMA RCS Working Group, einschließlich Apple, Google und dem breiteren Mobilfunk-Ökosystem.”
Darüber hinaus behebt iOS 26.5 über 50 Sicherheitslücken in iOS und iPadOS. Kritische Schwachstellen in AppleJPEG, ImageIO, dem Kernel, mDNSResponder und WebKit werden geschlossen. Diese Fehler könnten zur Offenlegung sensibler Informationen, Denial-of-Service-Angriffen oder unerwarteten Systemabstürzen führen. Deutsche Nutzer sollten das Update zeitnah einspielen, um von diesen Sicherheitsverbesserungen zu profitieren.
