Der wichtigste behobene Fehler betrifft die Sicherheitswarnung der Remote-Desktop-Verbindung. Laut Microsoft konnte der Warndialog in Konfigurationen mit mehreren Monitoren und unterschiedlichen Skalierungseinstellungen falsch dargestellt werden. Das Problem trat nach der Installation eines früheren Windows-Sicherheitsupdates auf. Konkret betrifft dies die neu eingeführten RDP-Sicherheitswarnungen, die beim Öffnen von Remote-Desktop-Dateien (.rdp) fehlerhaft angezeigt wurden.
Darüber hinaus bringt das Update Änderungen rund um Secure Boot. So aktiviert KB5087544 eine dynamische Statusanzeige für Secure-Boot-Zustände in der Windows-Sicherheits-App. Zudem enthalten die Qualitätsupdates nun zusätzliche, als verlässlich eingestufte Daten zur Geräteerkennung, wodurch mehr Geräte automatisch neue Secure-Boot-Zertifikate erhalten können. Die Verteilung erfolgt dabei kontrolliert und schrittweise: Geräte bekommen die neuen Zertifikate erst, nachdem sie ausreichend erfolgreiche Update-Signale gezeigt haben.
Ebenfalls enthalten ist eine Anpassung für die Sommerzeit der Arabischen Republik Ägypten, mit der die staatliche Umstellungsregelung aus dem Jahr 2023 unterstützt wird.
Gleichzeitig warnt Microsoft vor einem bekannten Problem: Nach der Installation aktueller Updates kann Windows Nutzer auffordern, ihren BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel einzugeben. Betroffen sind ausschließlich Systeme mit einer bestimmten BitLocker-Gruppenrichtlinie, die PCR7 in das TPM-Validierungsprofil einbezieht, kombiniert mit mehreren Bedingungen rund um Secure Boot und den Boot-Manager, die an das neuere Zertifikat Windows UEFI CA 2023 gebunden sind.
Als vorübergehende Abhilfe rät Microsoft, die betroffene Gruppenrichtlinieneinstellung zu entfernen und BitLocker anschließend anzuhalten und wieder zu aktivieren, um die standardmäßigen PCR-Bindungen neu zu erzeugen. An einer dauerhaften Lösung arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben noch.
