Die Veranstaltung findet am 13. Mai 2026 um 13 Uhr ET statt und richtet sich primär an Sicherheitsteams und Anlagenverantwortliche in der Industrie. Das zentrale Problem, das diskutiert wird, ist das klassische Missverständnis zwischen technischen Risiken und geschäftlichen Auswirkungen. Ein einzelner Produktionsausfall in einer Fertigungsanlage oder in der Energieversorgung kann in wenigen Stunden Schäden in Millionenhöhe verursachen – doch viele Unternehmen investieren weiterhin nur minimal in präventive Cybersicherheitsmaßnahmen.
Das Webinar vermittelt praktische Strategien zur Quantifizierung von Sicherheitsmaßnahmen: Wie lassen sich Angriffsflächen reduzieren? Welche Patch-Management-Prozesse zahlen sich aus? Wie können Post-Incident-Analysen bessere Schutzmaßnahmen begründen? Diese Fragen sind nicht nur für internationale Großkonzerne relevant, sondern auch für deutsche Mittelständler und Betreiber kritischer Infrastrukturen.
Für deutsche Unternehmen ist das Thema ROSI besonders relevant vor dem Hintergrund der DSGVO und branchenspezifischer Regulierungen. Während die DSGVO Bußgelder bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes bei Datenschutzverletzungen vorsieht, können unzureichende Sicherheitsmaßnahmen in OT-Umgebungen zu direkten Produktionsausfällen führen – eine zweifache finanzielle Bedrohung.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt regelmäßig vor gezielten Attacken auf industrielle Kontrollsysteme. Eine gelungene ROSI-Strategie hilft Unternehmen nachzuweisen, dass Investitionen in OT-Sicherheit nicht nur Compliance-Anforderungen erfüllen, sondern unmittelbar zur Geschäftskontinuität beitragen.
Der Ansatz des Webinars adressiert auch die Silo-Bildung zwischen IT- und OT-Security-Teams. Durch die Verbindung technischer Risikobewertung mit finanziellen Metriken entsteht eine gemeinsame Sprache für Board-Meetings und Investitionsentscheidungen. Damit rückt Sicherheit dort hin, wo sie hingehört: ins Zentrum der Geschäftsstrategie.
