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Dream-Market-Admin in Deutschland verhaftet: Millionen-Geldwäsche über Kryptowährungen und Goldbarren

Dream-Market-Admin in Deutschland verhaftet: Millionen-Geldwäsche über Kryptowährungen und Goldbarren
Zusammenfassung

Die deutschen und amerikanischen Behörden haben einen mutmaßlichen Administrator des Dark-Web-Marktplatzes Dream Market verhaftet. Der 49-jährige Owe Martin Andresen wurde bei Razzien an drei Orten wegen Geldwäsche angeklagt. Dream Market war ein der größten illegalen Online-Marktplätze, der 2013 gegründet wurde und bis zu seiner Abschaltung 2019 über 100.000 Listings aufwies. Der Plattform wird vorgeworfen, den Verkauf großer Mengen illegaler Drogen wie Heroin, Kokain und Fentanyl ermöglicht zu haben. Andresen soll Provisionen aus dem illegalen Handel durch Kryptowährungen gewaschen und in Goldbarren umgewandelt haben. Das Besondere an diesem Fall ist, dass der Hauptadministrator nach einer Razzia 2019 lange Zeit untergetaucht blieb, erst 2022 auf Kryptowährung-Wallets zuzugriff und 2023 mit der Geldwäsche begann. Die Verhaftung zeigt die anhaltende internationale Zusammenarbeit gegen Dark-Web-Kriminalität. Für deutsche Nutzer und Unternehmen unterstreicht dieser Fall die Risiken illegaler Online-Marktplätze und die Konsequenzen krimineller Aktivitäten im Internet, selbst wenn diese Jahre später aufgedeckt werden.

Die Verhaftung von Owe Martin Andresen markiert einen Meilenstein in der internationalen Verfolgung von Dark-Web-Kriminalität. Dream Market war von 2013 bis 2019 einer der größten illegalen Marktplätze im Internet und ermöglichte den Verkauf enormer Mengen an Drogen: 90 Kilogramm Heroin, 450 Kilogramm Kokain, 36 Kilogramm Fentanyl und weitere Substanzen. Der Marktplatz war über das Tor-Netzwerk erreichbar und nutzte Kryptowährungen für Transaktionen, um Anonymität zu gewährleisten. Auf seinem Höhepunkt listete Dream Market über 100.000 illegale Angebote.

Nach Ermittlungen der FBI, DEA und weiterer US-Behörden zwischen 2016 und 2022 konnte der Hauptadministrator lange Zeit nicht identifiziert werden. Ein Wendepunkt kam, als Andresen im späten 2022 erstmals auf die Kryptowährungs-Wallets zugriff, die Millionen an Provisionen aus illegalen Geschäften enthielten. Statt die Gelder liegen zu lassen, versuchte er, diese zu waschen.

Andresen nutzte eine ausgefeilte Methode: Er kaufte Goldbarren von einem Unternehmen in Atlanta und ließ diese nach Deutschland versenden. Zwischen August 2023 und April 2025 wusch er auf diese Weise etwa 2 Millionen Dollar. Bei der Razzia fanden die Ermittler 1,7 Millionen Dollar Goldbarren sowie weitere 1,2 Millionen Dollar in Bank- und Kryptowährungskonten in Andresen’s Namen.

US-Staatsanwalt Theodore Hertzberg betonte: “Andresen wird sowohl in Deutschland als auch in den USA verfolgt.” Der Fall zeigt die Effizienz internationaler Ermittlungen und unterstreicht, dass selbst Jahre nach dem Abschalten illegaler Marktplätze die strafrechtliche Verfolgung fortbesteht. Andresen ist der dritte hochrangige Administrator eines Dark-Web-Marktplatzes, der kürzlich durch deutschamerikanische Zusammenarbeit gefasst wurde – ein Signal für andere Cyberkriminelle, dass geografische Grenzen kein Schutz vor Verfolgung bieten.